Sport hält unsere Gene jung

TÄlterer fitter Joggerrotz starker Bemühungen ist es noch keinem Forscher gelungen, das Altern beim Menschen zu stoppen. Weder teure Cremes noch sonstigen Wunderelixiere helfen.  Regelmässig Sport zu machen, ist allerdings ein wahrer Jungbrunnen.

 

Neue Studien der Brigham Young University zeigen, dass es doch eine Möglichkeit gibt, dem Altern die Stirn zu bieten: man kann nämlich aktiv das Altern in unseren Zellen verlangsamen, solange man nur bereit ist, zu schwitzen.

Das biologische Alter deckt sich nicht automatisch mit unserem tatsächlichen Alter. Jeder kennt Menschen, die wesentlich jünger und vitaler wirken, als sie tatsächlich laut Geburtsurkunde sind. Wissenschaftler fanden heraus: Je höher unsere körperliche Aktivität ist, desto weniger Alterungsprozesse laufen in unserem Körper ab.

Die Studie, die in der Zeitschrift „Preventive Medicine“ veröffentlicht wurde, fand heraus, dass Menschen, die ein anhaltend hohes Level an Bewegung in ihrem Alltag einbauen, langsamer altern. Der Mechanismus dahinter beruht darauf, dass sogenannte Telomere langsamer abgebaut werden. Telomere sind quasi die „Endkappen“ unserer Chromosomen. Sprich Verbindungen, die Gene und somit unser Erbgut enthalten. Diese Telomere sind wie unsere biologische Uhr und stehen im engen Zusammenhang mit dem Alter. Mit jedem Jahr, mit dem wir älter werden, werden diese „Enden“ kürzer. Studien zeigten, dass die Länge der Telomere eng an Entzündungsprozesse und oxidativen Stress im Körper gebunden sind.

Körperliche Aktivität bedeutet in diesem Zusammenhang Folgendes: Fünf Mal in der Woche mindestens 30 Minuten Joggen für Frauen und mindestens 40 Minuten für Männer.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass körperlich aktive Menschen im Vergleich zu gleichaltrigen Couchhockern, um rund neun Jahre jünger sind, als diese. Messbar ist dies an der Länge der Telomere. Je länger sie sind, desto jünger wirkt der Mensch.

Übrigens macht es keinen großen Unterschied, was die Verkürzung der Telemore anbelangt, ob man wenig oder gar nicht sportlich aktiv ist. Das bedeutet, ein gewisses Mindestpensum ist wohl der Knackpunkt. Der genaue Mechanismus der dafür verantwortlich ist, wurde noch nicht genau erforscht.

 

 

Caroline Rauscher ist studierte Pharmazeutin mit Weiterbildung im Bereich Ernährung. Sie besitzt fundierte Kenntnisse im Bereich der Leistungsphysiologie. Ihre Kontakte zu weltweit führenden Forschern nutzt sie u.a. für eine optimale und individuelle Konzeption von Sportgetränken, für die Herstellung von Mikronährstoffen je nach Bedarf eines Sportlers sowie für die Ernährungsberatung von Profis und Amateuren. Sie betreut international erfolgreiche Winter- und Sommersportler. Darunter bekannte Namen wie Julia Gajer, Yvonne van Vlerken, Eva Wutti, Laura Philipp, Nils Frommhold, Florian Angert. Mehr Infos

 

Foto: fotolia/karras6079

 

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