Asics MetaRide: erste Lauferfahrungen

Über zwei Jahre dauerte die Entwicklung des neuen MetaRide. In seiner Pressemitteilung verweist Asics auf ein komplett neues Technologiekonzept, das mit der Zielsetzung entwickelt wurde, das Laufen über längere Distanzen effektiver, ermüdungsfreier und leichter zu machen.

 

Durch eine spezielle Konstruktion – eine präzise vorgeformte Sohlenplattform verlagert das Körpergewicht nach vorne und vermittelt das Gefühl einer „rollenden“ Bewegung – soll der Energieverlust im Sprunggelenk um bis zu einem Fünftel reduzieren werden, was insbesondere über lange Distanzen zu einer Steigerung der Effizienz und Verzögerung der Ermüdung führen kann. In diesem Zusammenhang erinnert der MetaRide an ähnliche Konstruktionen der Hersteller MBT oder Newton.

Der tritime-Redaktion durfte das 250 Euro teure Modell bereits im Vorfeld testen.

Asics MetaRide: erste Lauferfahrungen

Der durch die dicke Sohle auf dem ersten Blick recht klobig wirkende Laufschuh entpuppt sich wenig später beim in der Hand halten und Laufen als sehr angenehm zu tragender und vergleichsweise leichter Schuh. Auffällig ist die leicht gebogene Sohle mit den sich unter dem Mittelfuß befindlichen seitlichen und vertikalen Öffnungen, inklusive des darin integrierten „Luftschachtes“ zur Ferse. Die Innen- und Außenmaterialien des wertigen Schuhs sind sehr gut verarbeitet und laden unempfindlichere Läufer zum Barfußlaufen ein, zumal die Passform im Bereich von Ferse und Knöchel nicht zu hoch gezogen ist und das Material nicht scheuert. Die außenliegende Verstärkung der Fersenkappe sorgt für einen stabilen und rutschfesten Sitz. Im Bereich der Mittelsohle ist der MetaRide zudem sehr torsionssteif.

Das Lauferlebnis selbst ist auf den ersten Metern, insbesondere im Vergleich zu den bei Triathleten beliebten Asics-Laufschuhen Trainer, Racer und Noosa Tri, zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, insbesondere für diejenigen, die es bislang noch nicht so gewohnt sind, „automatisch“ auf dem (vorderen) Mittelfuß zu landen. Regelmäßige Lauftechnikübungen und Barfußlaufen auf einem Rasenplatz unterstützen diesen Prozess.

Während der ersten 5-10 Kilometer langen Einheiten war das Laufgefühl angenehm natürlich, zumal man sich in dem Schuh und insbesondere im Bereich der Zehen überhaupt nicht eingesperrt vorkommt. Wir sind gespannt, ob sich bei den anstehenden längeren Trainingsläufen und ersten Laufwettkämpfen auf der Halbmarathondistanz diese ersten Eindrücke bestätigen. Vor dem Hintergrund, dass der Schuh bislang ausschließlich auf Asphalt (und für das Shooting auf Sand) gelaufen wurde, sind wir neugierig, ob sich auf Feld- und Schotterwegen sowie auf Forststraßen kleinere Steinchen in den Öffnungen festsetzen und das Lauferlebnis einschränken.

Text: Klaus Arendt
Fotos: Asics (Produktfotos) und Ingo Kutsche | sportfotografie.biz

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