Jan Bruns: Nach dem Radfahren ist Schluss

Jan BrunsJan Bruns qualifizierte sich in Maastricht als Gesamtdritter zum ersten Mal für die WM auf Hawaii. Eine Verletzung zwingt ihn, nach dem Radfahren auszusteigen.

 

Jan, Du hast Dich in Maastricht als Gesamt-Dritter zum ersten Mal für die WM auf Hawaii qualifiziert. Wenn Du an das Rennen zurückdenkst, was lässt Dir im Vorfeld auf die World Championship noch einmal das Adrenalin in die Adern schießen?
Das Radfahren war sicherlich das Highlight. Ab Kilometer 5 an der Spitze zu sein war schon sehr emotional. Wobei die erste Runde durch die belebte Altstadt zu laufen auch nochmal sehr schöne Erinnerungen weckt.

Was ist das Besondere an den World Championship? Was bedeutet für Dich die erste Teilnahme?
Hawaii ist einfach ein Mythos und ein jahrelanger Traum. Es ist definitiv etwas Besonderes und ich freue mich auf die Stimmung vor Ort.

Mit welcher Erwartungshaltung gehst Du in das Rennen?
Nach dem dritten Platz in Maastricht erhoffte ich mir auch auf der Insel der Triathlon-Träume ein nahezu perfektes Rennen abzuliefern. Nur dabei sein, reicht mir nicht. Eigentlich. Aber dann kam alles ganz anders als erwartet. Ein Sturz zog mein Knie in Mitleidenschaft, sodass an Laufen nicht zu denken ist. Schwimmen und Radfahren ist möglich, an normales Laufen ist definitiv nicht zu denken. Insofern werde ich das Rennen bis zum zweiten Wechsel in vollen Zügen aufsaugen und genießen.

Wie sehr belastet Dich Jetlag im Allgemeinen? Wie gehst Du mit dem Zeitunterschied von 12 Stunden um?
Ich reise 10 Tage vorher an. 12 Stunden Zeitunterschied kenn ich noch nicht, aber mit 8 Stunden San Francisco bin ich bislang immer gut klar gekommen.

Wie bereitest Du Dich auf die Hitze vor?
Ich war die letzten zweieinhalb Wochen beruflich in Kroatien. Da war es auch recht warm und schwül. Hoffentlich reicht das 😉

Hast Du die Reise individuell über das Reisebüro gebucht oder Dich einer Reisegruppe anvertraut?
Individuell. Meine Frau und ich haben mit Freunden eine Reise zusammengestellt und wohnen in einem Ferienhaus recht weit ab von Kona. Etwas Ruhe, Individualität und weg vom Trouble ist mir da lieber.

Durch die leider veränderte Zielsetzung sieht Deine unmittelbare Vorbereitung sicherlich anders aus.
Auf jeden Fall, neben etwas Schwimmen und Radfahren steht die Zeit jetzt ganz klar im Zeichen von Urlaub und Erkunden der Insel.

Auf was musstest Du in den letzten Wochen am meisten verzichten? Und worauf freust Du Dich nach dem Rennen am meisten?
Verzichtet habe ich eigentlich auf nichts. Der Sport macht mir einfach sehr viel Spaß. Nur meinen Alkoholkonsum habe ich reduziert. Der darf dann wieder etwas nach oben gebracht werden. Am meisten freue ich mich aber, wenn ich dann wieder zu Hause bei meinem Sohn bin und es nach einem aufregenden Jahr wieder etwas ruhiger wird.

Interview: Klaus Arendt
Foto: Privat

 

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