Ironman Hawaii 2018: Patrick Lange gewinnt erneut mit neuem Streckenrekord

Perfekte Wetterbedingungen auf Big Island machen den Ironman Hawaii 2018 zu einem extrem schnellen Rennen. Patrick Lange schafft das Unglaubliche und gewinnt mit einer Zeit unter 8 Stunden. Seine Siegerzeit 7:52:39!! Er ist damit der erste Triathlet, der beim Ironman Hawaii unter acht Stunden bleibt.

 

Der schnellste Schwimmer heute beim Ironman Hawaii hieß Josh Amberger. Der Australier stieg nach 47:39 Minuten aus dem Wasser, zwei Sekunden vor Denis Chevrot. Maurice Clavel zeigte bei seinem ersten Start in Kailua Kona eine super Schwimmleistung. Der Freiburger beendete nur wenige Sekunden nach den beiden Führenden als Dritter das Schwimmen im Pazifik.

Die Stimmung vor dem Schwimmstart in Kailua-Kona

Andi Dreitz stieg nach guten 50:26 Minuten aus dem Wasser. Für Patrick Lange blieb die Uhr nach 50:37 Minuten stehen. Auch Sebastian Kienle hatte für seine Verhältnisse ein sehr gutes Schwimmen – er verlor nur 3:12 Minuten auf die Spitze. Allerdings währte die Freude nicht lange. In der Wechselzone hatte er mit technischem Problemen am Rad zu kämpfen. Er benötigte ein neues Hinterrad, was ihn wertvolle Zeit kostete. Im weiteren Verlauf musste der Ironman Hawaii Sieger von 2014 das Rennen nach wenigen Metern auf der Laufstrecke wegen Achillessehnenproblemen vorzeitig beenden.

Top 10 der Männer nach dem Schwimmen:

  1. Josh Amberger 47:39 Minuten
  2. Denis Chevrot 47:41 Minuten
  3. Maurice Clavel 47:43 Minuten
  4. Tim O’Donnell 47:45 Minuten
  5. Javier Gomez Noya 47:46 Minuten
  6. Antony Costes 47:49 Minuten
  7. Giulio Molinari 47:51 Minuten
  8. Igor Amorelli 47:54 Minuten
  9. Matt Chrabot 47:58 Minuten
  10. Ivan Rana 48:21 Minuten

Auch eine Randnotiz wert: Bei den AK-Athleten stellte Jan Sibbersen einen neuen Schwimmrekord auf. Der Manager von Patrick Lange beendete das Schwimmen nach 46:30 Minuten und brach damit den alten Rekord um elf Sekunden, der 20 Jahre bestand.

Cameron Wurf mit neuem Radstreckenrekord

Auf dem Rad bestimmten die bekannt schnellen Radfahrer das Geschehen. Allen voran Cameron Wurf, der Ex-Radprofi, der auf Hawaii dieses Jahr bereits seine siebte Langdistanz bestritt. Bei super Bedingungen, sprich so gut wie keinem Wind, konnte der Australier seinen eigene Radstreckenrekord von 2017 noch einmal um drei Minuten verbessern. Er beendete das Radfahren nach extrem schnellen 4:09:36 Stunden. Andrew Starykowicz folgte ihm 1:40 Minuten zurück. Als Dritter fuhr Josh Amberger in die zweite Wechselzone. Andreas Dreitz, Maurice Clavel und Patrick Lange zeigten alle auf dem Rad top Leistungen und wechselten in den Top Ten auf den abschließenden Marathon.

Impressionen von der Radstrecke:

Top 10 der Männer nach dem Radfahren:

  1. Cameron Wurf 5:02:01 Stunden
  2. Andrew Starykowicz 5:04:11Stunden
  3. Josh Amberger 5:08:26 Stunden
  4. Michael Weiss 5:08:31 Stunden
  5. Bart Aernouts 5:08:39 Stunden
  6. Andreas Dreitz 5:08:41 Stunden
  7. Igor Amorelli  5:08:43 Stunden
  8. Maurice Clavel 5:08:44 Stunden
  9. Tim O’Donnell 5:08:44 Stunden
  10. Patrick Lange 5:08:46 Stunden

Patrick Lange auf der Laufstrecke beim Ironman Hawaii 2018

Patrick Lange zeigt erneut einen bombastischen Marathon

Der Marathon wurde von den Verfolgern rund um Bart Aernouts und Braden Currie schnell angegangen. Patrick Lange ließ sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Er startete kontrolliert auf die Laufstrecke und sammelte einen Athleten nach dem anderen ein. Ungefähr bei Kilometer 16 konnte er auch den bislang führenden Cameron Wurf einsammeln. Lange schien zu keinem Moment Probleme zu haben. Er flog regelrecht über den glühenden Asphalt. Plötzlich war die magische 8-Stunden-Marke zum Greifen nahe. Und tatsächlich: Patrick Lange gewinnt zum zweitern Mal nach 2017 den Ironman Hawaii – in 7:52:39 Stunden!! Der Belgier Bart Aernouts wird mit 7:56:41 Stunden Zweiter. Rang drei geht an den Schotte David Mc Namee. Andi Dreitz wird bei seinem Kona-Debüt Dreizehnter. Maurice Clavel belegt Rang 19.

Top 10 der Herren im Ziel:

1. Patrick Lange 7:52:39 Stunden
2. Bart Aernouts 7:56:41 Stunden
3. David McNamee 8:01:09 Stunden
4. Tim O’Donnell 8:03:17 Stunden
5. Braden Currie 8:04:41 Stunden
6. Matt Russell 8:04:45 Stunden
7. Joe Skipper 8:05:54 Stunden
8. Andy Potts 8:09:34 Stunden
9. Cameron Wurf 8:10:32 Stunden
10. Michael Weiss 8:11:04 Stunden

Text: Meike Maurer
Fotos: Klaus Arendt und Tobias Arendt

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