Anne Haug: Ich möchte ein solides Rennen abliefern!

Anne Haug startet zum allerersten Mal beim Ironman Hawaii. Im Interview äußert sich die 35-Jährige über ihre unmittelbare Wettkampfvorbereitung und die Erwartungshaltung an ihren Saisonhöhepunkt.

 

Anne, Du startest zum ersten Mal im Glutofen von Big Island. Wie empfindest Du die Witterungsbedingungen vor Ort?
Wie erwartet, es ist sehr heiss, aber damit muss jeder zurecht kommen. Es gehört dazu und macht diesen Wettkampf unter anderem so schwer. Ich bin gespannt, wie ich im Rennen mit den Bedingungen zurecht komme. Im Training habe ich von Tag zu Tag gemerkt, dass mein Körper die Temperaturen immer besser verträgt.

Im Vorfeld hast Du Dich auf Lanzarote vorbereitet. Warum gerade dort?
Auf der Vulkaninsel finde ich ideale Trainingsbedingungen und auch ein heißes Klima vor. Mit dem Club La Santa habe ich außerdem vor Ort einen sehr guten Partner, der es mir ermöglicht, mich dort auch über mehrere Wochen fokussiert vorzubereiten. Die Insel hat alles für eine optimale Vorbereitung zu bieten.

Du wirst auf deiner Reise nach Hawaii von Deinem Trainer Dan Lorang und Deiner Physiotherapeutin begleitet? Welche Rolle nehmen sie dort ein?
Sabrina begleitet mich auf der ganzen Reise. Sie ist nicht nur meine Physiotherapeutin, sondern auch meine Ansprechpartnerin vor Ort und kümmert sich darum, dass ich möglichst stressfrei meinen Trainingsalltag bestreiten kann. Sie ist das Mädchen für alles! Durch ihre hervorragende Arbeit ist es mir auch gelungen bis dato verletzungsfrei in der Vorbereitung zu bleiben und so konstant im Training zu arbeiten. Auch mental ist sie eine große Stütze. Mein Trainer Dan Lorang ist jetzt in der letzten Woche vor dem Wettkampf dazu gekommen. Wir nutzen die Zeit, um die Renntaktik festzulegen und den Kopf nochmals richtig einzustellen. Außerdem steht er als Back-up zur Verfügung, wenn ich ihn irgendwo brauche. Dadurch, dass wir uns aber fast das ganze Jahr über nicht sehen, fangen wir jetzt auch nicht hier damit an, dass wir jede Trainingseinheit gemeinsam machen. Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass er da ist.

Natürlich darf auch eine Frage zum Wettkampf nicht fehlen: Mit welcher persönlichen Erwartungshaltung nimmst Du das Rennen auf?
Ich möchte ein solides Rennen machen und es vor allem schaffen, im Laufen etwas näher an mein Potential zu kommen, als das noch in Frankfurt der Fall war. Lernen, Eindrücke und Erfahrungen für das kommende Jahr sammeln, steht auch noch auf meiner To do Liste.

Wie gehst Du mit den sicherlich zahlreichen Tipps zum Klima und dem Wettkampf um?
Ich berate mich mit meinem kleinen Team und versuche mir hier die wichtigsten Informationen zu holen. Am Ende muss ich im Rennen dann selber entscheiden was ich mache und was nicht. Learning by doing ist da die Devise. Vor allem versuche ich mich, von den vielen externen Einflüssen nicht verrückt machen zu lassen. So viele wollen einem gut gemeinte Tipps geben, aber am Ende sollte man sich auf sein Team verlassen.

Welche Materialoptimierungen hast Du im Vorfeld auf Deinen Start noch vorgenommen?
Wir haben die Pannensicherheit der Reifen erhöht :-).

Womit verbringst du in Kona die trainingsfreie Zeit? Wie entspannst du dich abseits des Trubels am besten?
Sudoku, Solitaire und Häkeln.

Womit belohnst Du Dich nach einem für Dich perfekten Rennen?
Mit viel Schokolade 🙂

Interview: Klaus Arendt
Foto: Tom Schlegel | schlegeltom.de

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