World Triathlon Series: Premiere auf den Bermudas

Bühne frei für Runde zwei in der ITU World Triathlon Series 2018. Erstmalig wird ein Rennen der WTS auf den Bermudas ausgetragen. Mit dabei vier DTU-Athleten.

 

Laura Lindemann (Potsdam), Justus Nieschlag und Jonas Schomburg (beide Saarbrücken) sowie Linus Stimmel (Worms) haben es auf die Startliste des zweiten Saisonrennens geschafft. Rachel Klamer (NED) und Henri Schoeman (RSA) reisen als WM-Führende auf die Inselgruppe im Atlantik. Gejagt werden die beiden von insgesamt 31 Damen und 51 Herren aus 31 Nationen. Auf dem Programm steht eine klassische Kurzdistanz. Um 18.00 Uhr MESZ starten die Damen, das Rennen der Herren beginnt um 21.00 Uhr MESZ. www.triathlonlive.tv überträgt beide Entscheidungen in voller Länge.

Lindemann: „Jetzt fängt die Saison richtig an“

Aus deutscher Sicht nimmt Laura Lindemann die beste Ausgangsposition mit nach Bermuda. Nach ihrem überzeugenden Rennen in Abu Dhabi liegt die 21-Jährige auf Platz sechs der WM-Gesamtwertung und damit so weit vorn wie noch nie. Von den beim Auftakt vor ihr platzierten Athletinnen haben für Bermuda nur Rachel Klamer (NED), Kirsten Kasper (NED) und Melanie Santos (POR) gemeldet. „Ich möchte in jedem WTS-Rennen unter der besten zehn kommen. Das ist mein Anspruch“, sagt Lindemann selbstbewusst. Dafür muss erstmals auch in der Elite eine Top-Leistung auf der olympischen Distanz her. „Wir haben sehr gut trainiert. Ich fühle mich fit dafür und möchte ganz vorn rein laufen. Jetzt fängt die Saison erst richtig an“, so Lindemann weiter. „Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen“, verspricht Ron Schmidt, DTU-Bundestrainer U23. „Laura hat Startnummer 4. Das ist etwas Besonderes, weil es das noch nicht so oft gab. Wenn sie ihre Schwimmleistungen aus dem Training bestätigen kann und die erste Radgruppe erwischt, ist alles möglich“, so Schmidt weiter.

Justus Nieschlag: „Möglichst im Sattel bleiben“

Eine kleine Unachtsamkeit auf dem seifigen Radkurs kostete Justus Nieschlag Anfang März in Abu Dhabi eine bessere Platzierung. Trotz Sturz lief der DTU Deutschen Meister von 2016 und 2017 in den Emiraten aber noch auf den 15. Rang. „Ich möchte dieses Mal noch etwas weiter vorn aus dem Wasser kommen“, blickt Nieschlag voraus. Danach wolle er möglichst im Sattel bleiben. „Wenn ich alles andere wie in Abu Dhabi umsetzen kann, passt das“, ergänzt der 26-Jährige. Von den Top Ten beim Auftakt fehlen auf Bermuda nur Aussie Jacob Birtwhistle und der Schweizer Adrien Briffod. Über den Kurs ist bisher nur wenig bekannt. Zehn Mal müssen die Athleten einen kurzen, aber knackigen Anstieg hinauf. „Ich vermute, dass spätestens bei Halbzeit die Beine brennen werden“, sagt Nieschlag, der die Strecke in den beiden Tagen vor dem Rennen noch intensiv begutachten wird.

Ron Schmidt traut auch Nieschlag auf Bermuda einen Platz unter den besten zehn zu. „Wenn er es in die erste Radgruppe schafft und ohne Schaden durchkommt, kann Justus die Top Ten packen“, so der U23-Bundestrainer, der das DTU-Quartett auf der Wettkampfreise betreut.

Stimmel und Schomburg: Respektvoll und selbstbewusst

Voller Vorfreude fiebern auch Jonas Schomburg und Linus Stimmel dem Rennen entgegen. Für den jungen Wormser ist es das Debüt in der World Triathlon Series. „Ich möchte meine beste Leistung zeigen und am Ende werden wir sehen, was das im Vergleich zur absoluten Weltspitze wert ist“, sagt Stimmel. Respekt hat der 21-Jährige auch vor der profilierten Strecke. „Ich stelle mich auf das härteste Rennen meiner Karriere ein.“ Die Erfahrungen aus fünf WTS-Rennen, darunter dass in Abu Dhabi, hat Jonas Schomburg im Gepäck. „Ich hatte dort nicht wirklich meinen besten Tag“, erinnert sich der gebürtige Niedersachse. Nach sieben Wochen sehr gutem Training – unter anderem auf Mallorca mit dem Nationalteam der DTU – ist Schomburg dennoch zuversichtlich nach Bermuda gereist. „Mein Ziel ist es, besser zu werden. Daran arbeite ich jeden Tag.“

Text: Pressemitteilung Deutsche Triathlon Union e. V.
Foto: Janos M. Schmidt/ ITU Media

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