Außenseitersieg beim Challenge Gran Canaria

Der Spanier Pablo Dapena Gonzalez überraschte beim Challenge Gran Canaria die Konkurrenz und siegte vor Andi Böcherer und Patrick Lange.

 

In Abwesenheit der beiden Titelverteidiger Daniela Ryf und Alistair Brownlee waren die Augen bei den Herren ganz auf die beiden Deutschen Patrick Lange und Andi Böcherer gerichtet.

Beim Schwimmen hatte jedoch Pablo Dapena Gonzalez die Nase vorn. Nach zwei Runden im Atlantischen Ozean betrug der Vorsprung des Spaniers 22 Sekunden auf seine Verfolger, unter ihnen auch Lange und Böcherer. Auf dem mehrfach zu absolvierenden Wendepunktkurs entlang der Küste war bei Rad-Kilometer 16 Pablo Dapena Gonzalez bereits in Sichtweite seiner Verfolger. Kurze Zeit später zündete Andi Böcherer seinen Radturbo und suchte – wohl wissend um Patrick Langes Laufstärke – die Flucht nach vorne. Bis zum zweiten Wechsel baute der Freiburger seinen Vorsprung kontinuierlich auf zwei Minuten aus. Mit Lange, Riederer, Aernouts und Dapena Gonzalez beendeten seine ärgsten Widersacher um den Sieg nahezu zeitgleich die zweite Disziplin. Und mit dem Schnüren der Laufschuhe begann das Ausscheidungsrennen um den Sieg. Nach der ersten von vier Laufrunden hatte sich Böcherers Polster auf die Hälfte reduziert, und fünf weitere Kilometer lag nicht etwa der Patrick Lange in Führung, sondern der schnellste Schwimmer des Tages, Pablo Dapena Gonzalez. Der Rückstand von Böcherer betrug zu diesem zeitpunkt des Rennens zehn Sekunden, der von Lange und Riederer vierzig Sekunden.

Auf den verbleibenden Kilometern ließ sich Dapena Gonzales den Sieg auch nicht mehr nehmen. Nach 4:00:25 Stunden gewann er 17 Sekunden vor Böcherer. Patrick Lange wurde Dritter.

  1. Pablo Dapena Gonzalez nach 4:00:25 Stunden
  2. Andi Böcherer nach 4:00:42 Stunden
  3. Patrick Lange nach 4:01:17 Stunden
  4. Bart Aernouts nach 4:02:32 Stunden
  5. Sven Riederer nach 4:05:07 Stunden
  6. Pieter Heemeryck nach 4:06:47 Stunden

Das Rennen der Damen

Im mit fünf Athletinnen sehr übersichtlichen Profifeld der Damen konnte Yvonne van Vlerken bereits nach wenigen Kilometern auf der Radstrecke ihren Schwimmrückstand von knapp drei Minuten auf die Schweizerin Celine Schärer in eine Führung „umbauen“. Nach dem zweiten Wechsel konnte ihr nur noch die Spanierin Ewa Komander gefährlich werden, allerdings auch nur auf dem Papier. Einen Rückstand von vier Minuten muß man auch erst einmal aufholen. Yvonne van Vlerken ließ sich jedoch die berühmte Butter nicht mehr vom Brot nehmen und lief einem ungefährdeten Sieg entgegen.

  1. Yvonne van Vlerken nach 4:38:41 Stunden
  2. Ewa Komander nach 4:43:45 Stunden
  3. Anna Noguera Raja nach 4:46:21 Stunden

Text: Klaus Arendt
Fotos: Privat

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