WTS Abu Dhabi: Lindemann auf Rang 6

Laura Lindemann beim Triathlon World Series Rennen in Abu DhabiBeim heutigen ITU World Triathlon Series (WTS) Rennen in Abu Dhabi überquerte Laura Lindemann als Sechste die Ziellinie. Rachel Klamer sicherte sich den Sieg. Bei den Herren wurde Justus Nieschlag bester Deutscher auf Rang 15.

 

 

„So ein Rennen habe ich noch nicht erlebt. Ich war beim Schwimmen total eingekeilt und bin nicht rausgekommen. Auf dem Rad habe ich nur versucht, oben zu bleiben. In jeder Runde ist irgendwer gestürzt. Dass ich im Laufen gut drauf bin, habe ich gewusst. Den Zielsprint gegen Andrea Hewitt musste ich einfach gewinnen“, resümiert eine zufriedene Lindemann nach dem Rennen.

Der Rennverlauf des ersten WTS-Rennens in 2018 war durch zahlreiche Stürze beim Radfahren geprägt. Nach dem Schwimmen fuhr die amtierende Weltmeisterin Flora Duffy  schnell einen kleinen Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen heraus. Eingangs der zweiten Radrunde sah es ganz so aus, als ob sie auch dieses Rennen dominieren würde. Doch Duffy stürzte, genau wie kurz später weitere Mitfavoritinnen wie Katie Zaferes und Sophie Coldwell. So kam eine Sechser-Spitzengruppe nach 20 Kilometern auf dem Rad zum zweiten Wechsel, 54 Sekunden vor der elfköpfigen Verfolgergruppe um Lindemann.

Beim abschließenden 5-Kilometerlauf zeigte Rachel Klamer die stärkste Leistung und gewann das Rennen in 1:00:43 vor Jessica Learmonth und Natalie Van Coevorden. Lindemann setzte sich im Zielsprint gegen Andrea Hewitt durch, lief starke 16:55 Minuten  auf fünf Kilometer und wurde Sechste.

Sophia Saller, die nach fast zwei Jahren WTS-Pause auch in Abu Dhabi am Start war, finishte ihr Rennen auf Rang 34.

Ergebnisse des WTS-Frauenrennes in Abu Dhabi

Nieschlag nach Radsturz auf Rang 15

Den Sieg im Rennen der Männer holte sich Südafrikas Henri Schoemann in 57:03 Minuten. Bis zu seinem Radsturz lag auch Justus Nieschlag in einer aussichtsreichen Position. Nach dem Rennen kommentierte der 25-Jährige den Saisonauftakt wie folgt auf seiner Facebook-Seite: “ Der Saisoneinstieg wäre fast geglückt. Das Schwimmen war okay. Auf dem Rad hab ich mich nach vorne gearbeitet und mit Henri Schoeman eine kleine Lücke gerissen. Leider bin ich dann im Tunnel auf die Nase gefallen und hab etwas zu lange gebraucht, um die Kette wieder aufzulegen. Der Lauf war noch ganz in Ordnung, von daher muss ich zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Rennen zufrieden sein.“

Maximilian Schwetz beendete das Rennen auf Rang 34. Er kommentierte sein Rennen in einer Pressemitteilung seines Managements wie folgt. „Das Radfahren fand auf einem brutal gefährlichen Kurs statt. Durch den Regen und durch den vielen Sand auf der Strecke war das Radfahren eine große Herausforderung auf einem wirklich schmierigen Kurs.“ Zwar schaffte es Schwetz im Gegensatz zu vielen Konkurrenten, ohne Sturz den Radpart zu beenden, aber in den vielen Kurven des Kurses verlor er viel Zeit. Nach dem Schwimmen war Schwetz in der erweiterten Führungsgruppe mit knapp 20 Sekunden Rückstand auf den Sieger Schoemann. Allerdings lief das Radfahren wie beschrieben nicht wie von ihm gewünscht. Dadurch ging Schwetz „ohne Chance auf die Laufstrecke.“ Mit 15:05 Minuten folgte zwar seine schnellste Laufzeit in einem Fünf-Kilometer-Triathlon-Wettkampf, aber „leider war ich vorher aus dem Rennen“, wie Schwetz konstatierte.

Jonas Schomburg beendete das Rennen auf Platz 48.

Ergebnisse des WTS-Männerrennes in Abu Dhabi

 

 

Text: Meike Maurer mit Informationen der Deutschen Triathlon Union
Foto: DTU/Daniel Grohmann

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