Hispaman: Die Ersten und Letzten im Ziel werden Gewinner sein

Interview zum Extrem Triathlon "Hispaman"Katrin Schuhn ist gerade in Spanien unterwegs. Neben viel Projektarbeit rund um ihr Forschungs- und Herzensprojekt Wasser 3.0, warten auf sie hier im Spätsommer auch eine sportliche Herausforderung – der Hispaman.

 

Katrin sprach mit den Hispaman-Organisatoren vor Ort. Mario Garcia Thierfeldt ist Chef de la Mission und nebenbei auch Halbdeutscher.

Mario Garcia Thierfeldt (links) vom Hispaman-Orgateam, weiß als Sportler genau, was Athleten brauchen, um das perfekte Rennerlebnis mit nach Hause nehmen zu können.

 

Der Hispaman, eine Veranstaltung der XTRI-Gruppe, feiert dieses Jahr Ende September seine Premiere. Los geht´s am 29.09.2018 in Peniscola – das große Finale findet nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 181 Kilometern Radfahren mit 3.400 Höhenmetern und abschließenden welligen 42 Trail-Kilometern in Vistabella statt. Katrin wird fürs #tritimewomenteam an der Start gehen.

Einige Impressionen von den Strecken des Hispaman:

Was hat es mit dem Namen Hispaman auf sich?
Mario Garcia Thierfeldt: Da unser Hispaman Xtreme Triathlon in Spanien stattfindet, haben wir den Namen von “Hispania” genommen und uns in Konsonaz mit den anderen Veranstaltungen unserer Mutterorganisation XTRI gebracht. Hier wurde stets aus dem Veranstaltungsland/-ort und der Kombination aus „Man“ von Ironman, der jeweilige Namensgeber, wie zum Beispiel auch bei Norseman, Celtman, Swissman. Schaut man sich an, was die Teilnehmer an diesem Tag landschaftlich erleben werden, so kann man diese Reise ins Landesinnere wie eine Reise ins Mittelalter verstehen. Man darf sehr auf viele unterschiedliche Eindrücke und vor allem Erinnerungen für die Ewigkeit gespannt sein.

Was ist die Philosophie hinter dem Hispaman?
Die Philosophie dieser speziellen Art von Triathlon, liegt darin, diesen extremen Triathlon zu beenden. Die Arbeit des Athleten und des Teams ist absolut unerlässlich, um das Ziel zu erreichen. Die Zeit, die man für die Strecke benötigt, rückt beim Hispaman in den Hintergrund . Bei uns gilt: Die Ersten wie auch die Letzten im Ziel werden Gewinner sein!

Wie genau sieht euer Orgateam aus?
Unser Team besteht ausschließlich aus Triathleten und Trailrunnern. Der “Club de Muntanya” von Vistabella (wo sich das Ziel befindet) ist auch an der Rennstrecke komplett mit Helfern beteiligt. Es wird eine familiär geprägte Veranstaltung und es kann sein, dass am Ende jeder jeden kennen und vor allem respektvoll behandeln wird. Wir werden an dem Veranstaltungstag wachsen, mit unseren Aufgaben, mit unseren Zielen und mit unserem Team. Wir sind schon jetzt voller Vorfreude auf die vielen glückliche Gesichter im Ziel.

Ist der Hispaman komplett eigenständig oder gehört er zur Gruppe der
Xtreme Triathlons wie Norseman und der Swissman. Wenn ja, was sind die
Vorteile, ein Xtreme Triathlon-Event zu sein?
Die erste Ausgabe des Hispaman Xtreme Triathlons ist in den XTRI-World Tour Triathlons ein sogenanntes “Prospect Race”. Nächstes Jahr werden wir planmäßig in der XTRI World Tour eine vollberechtigte Veranstaltung werden. Das Wichtige ist, dass wir alle dieselbe Philosophie der XTRI verfolgen und dies als eine Qualitätsgarantie für die Athleten gilt.

Wie ist die Streckenführung und was hat man sich bei der Wahl der
Strecken gedacht. Was sind die Highlights?
Unsere Idee ist, dass die Athleten und  Support Teams einen großartigen Tag mit vielen unvergessliche Erfahrung erleben sollen – es beginnt auf der schönen Halbinsel Peñiscola mit ihren weißen Stränden und Palmen am Mittelmeer und führt bis ins Inland in den Penyagolosa National Park nach Vistabella. Auf der Strecke fährt man durch tausendjährige Oliven Plantagen, man ergründet die Heiligtümer der Templer, befährt einsame Bergstraßen, erklimmt unglaubliche Trails und Wanderwege, kommt in malerische Dörfer des Inlands von der Provinz Castellón bis nach Vistabella – das höchste Dorf der Region Valencia auf 1.850 Metern über dem Meeresspiegel – und kann am Ende des Tages nicht nur seine ganz persönliche Hispaman Geschichte erzählen, sondern auch die Geschichte Spaniens und der Region.

SWIMMSTRECKE: Die ersten 1.000 Meter werden parallel zum Strand von Peñiscola im Dunkeln geschwommen und beim Sonnenaufgang dürfen die Athleten die restlichen 2.800 Meter um die Halbinsel der Burg von Peñiscolas herumschwimmen.

RADSTRECKE: Bei der Radtrecke gibt es nicht besonders lange Auffahrten, aber sie ist sehr kurvenreich und es geht immer rauf und runter. Zwei Pässe muss man überwinden: Vallibona ( 73 bis 83 Kilometer / 487+) und Castellfort (122 bis 134 Kilometer / 415+). Insgesamt gilte es 3.400 Höhenmeter auf 181 Kilometer zu bewältigen.

LAUFSTRECKE: Bei der Laufstrecke geht es am Anfang tief in den Rio Monlleó (600m-) und dann wieder hinauf nach Benafigos (450m+). Danach viele wellige Kilomter bis nach Xodos zur dritten Wechselzone, ab hier läuft auf den letzten 9 Kilometer der Support mit bis ins Ziel. Die letzten 3 Kilometer bis nach Vistabella  geht es nochmals sehr steil (300m+) hinauf ins Ziel.

Wie viele Teilnehmer werden zur Premiere erwartet?
Bei der Premiere in diesem Jahr wollen wir das alles perfekt funktioniert. Deshalb wird das Teilnehmerfeld rund 100 Athleten um fassen.  Der Renntag soll für alle Beteiligten ein 100 Prozent positives Erlebnis werden. In den nächsten Ausgaben werden wir mit den Teilnehmerzahlen nach oben gehen. Unser Ziel ist, dass wir, wie bei Norseman und Swissman, die Teilnehmerzahl auf 300 limitieren. Deshalb werden wir auch demnächst die Registrierunsphase beenden.

Was ist alles am Rennwochenende geplant?
Am Freitagmittag wird ein gemeinsames Schwimmen am Strand von Peñiscola organisiert. Nach dem Essen haben die Teilnehmer die Möglichkeiten, die Startnummern und die Triathletentasche abzuholen. Am späten Nachmittag gibt es das obligatorische Race-Briefing in der Burg von Peñiscola, das als Pflichtveranstaltung für alle Athleten und Supporter und als „Time to Meet“ gilt.
Am Samstags startet das Rennen um 7:10 Uhr. Während des Sonnenaufgangs werden die 3,8 Kilometer in der Bucht geschwommen. Danach geht’s wie gehabt aufs Rad und später zum Marathon. Das Ziel ist bis spät in die Nacht geöffnet, da jeder Teilnehmer seine Chance bekommen soll, das Ziel zu erreichen!

Am Sonntagmittag um 12:00 Uhr werden die Finisher T-Shirts verteilt und es gibt eine Siegerehrung in Peñiscola. Danach machen wir das Finisher-Photo von allen Athleten und Supportern. Weiterhin wird es noch ein Abschlussessen mit dem Orgateam geben.

Zusammenfassend, was sind die Hauptargumente, warum man beim
Hispaman starten sollte?
Da wir von der Organisation des Hispaman schon bei einigen XTRI Events teilgenommen haben, wissen wir genau, was die Triathleten bei diesen Rennen wollen bzw. brauchen und für gut bewerten.
Beim Hispaman werden die Teilnehmer auf jeden Fall von der Landschaft, den Dörfern, der Einsamkeit einiger Strecken und vom Klima beeindruckt und in die tausendjährige Geschichte der Gegend in den Bann gezogen. Die Strecke ist anspruchsvoll, allerdings auch von der Landschaft unvorstellbar schön. Die Wasser- und Lufttemperatur werden nicht extrem sein, wie bei anderen XTRI Veranstaltungen, aber man sollte die anspruchsvolle Rad- und Laufstrecke nicht unterschätzen. Wichtig ist jedoch eins: In Vistabella, dem Zielort kann es auch im September am Abend auf 8 Grad abkühlen. Seid gespannt, voller Vorfreude und genießt es hier zu sein. Bis bald. Wir freuen uns auf euch beim Hispaman!

Vielen Dank Mario für das Interview. Wir wünschen schon jetzt allen Starterinnen und Startern einen unvergesslich schönen Tag und ein tolles Erlebnis. Auf bald beim #Hispaman!

Fotos: Hispaman

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