Chiemsee Triathlon: Raelert und Sämmler erfolgreich

Mit einem Start-Ziel-Sieg gewann Michael Raelert den 6. Eberl Chiemsee Triathlon. Im Frauenfeld holte sich Daniela Sämmler ihren insgesamt dritten Sieg. Insgesamt finishten knapp 1.200 Sportler über die verschiedenen Distanzen des Triathlon-Festivals am Bayerischen Meer.

 

Pünktlich zum Startschuss am Morgen setzte Regen ein, der Chiemsee geriet in Wallung. Die in zahlreichen Wetter-Apps angekündigten Gewitter blieben aber aus. Raelert durchpflügte das Bayerische Meer regelrecht und stieg als Allererster wieder aus den Wellen – obwohl die Frauen mit fünf Minuten Vorsprung in die Aquasphere Swim-Arena gegangen sind. „Ich bin regelmäßig in der Ostsee schwimmen, deshalb kam ich mit dem Wellengang ganz gut zurecht.“ Der Österreicher Thomas Steger, der in den vergangenen beiden Jahren am Chiemsee als erster über die Ziellinie gegangen war, blies zwar zur Jagd – aber letztendlich vergeblich. Ich habe gesehen, dass ich einen relativ großen Vorsprung habe – und wenn man den hat, versucht man, den zu halten“, sagte Raelert, der den Eberl Chiemsee Triathlon schon im Vorfeld als Prestige-Rennen geadelt hatte. Steger, der auf dem Osenstätter Bike Course wieder Vollgas gab, kam bis auf eine knappe Minute heran und wurde Zweiter, Markus Fachbach Dritter (3:45:50). „Trotz des Wetters war es eine richtig schöne Atmosphäre und für ein ’nasses‘ Rennen ist das sensationell gewesen“, sagte der Rostocker, dessen Arbeitstag nach 3:39:44 Stunden endete.

Das Rennen der Damen

Nachdem sie ein Jahr beim Eberl Chiemsee Triathlon pausieren musste, konnte sich Sämmler nach 4:10:49 Stunden den Traum vom dritten Sieg am Chiemsee erfüllen. „Trotz des Regens: der Eberl Chiemsee Triathlon bleibt eines meiner Lieblingsrennen“, strahlte sie im Ziel – die Challenge Heilbronn aus der Vorwoche noch in den Knochen. „Ich war froh, dass es nicht auf ein Laufduell hinausgelaufen ist.“ Jenny Schulz, im Vorjahr noch Dritte, kam fünf Minuten später als Zweite ins Ziel, ihrerseits drei Minuten vor Laura Zimmermann. Vorjahressiegerin Ricarda Lisk musste sich mit dem sechsten Platz begnügen. In die PowerBar-Paratriathlon-Wertung trug sich Lars Konek ein.

Olympische Distanz

Auf der Spedition Eberl Kurzdistanz siegte Jan Raphael (2:03:39 Stunden) und Lisa-Maria Dornauer (2:23:20 Stunden), die Renate Forstner und Julia Gajer auf die Plätze verwies.

Gelebte Inklusion

Insgesamt waren über das Wochenende neben sechs Paratriathleten auch erstmals 113 Gehörlose Athleten gestartet, viele davon waren wegen der 3. Deutschen Gehörlosen Meisterschaft im Triathlon powered by Pohlig nach Chieming gekommen. „Hier wird Inklusion gelebt“, lobte Verena Bentele. Die zwölffache Paralympics-Siegerin und Behindertenbeauftragte war selbst in einer Staffel über die Puma Volksdistanz dabei.

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Text: tritime-Redaktion mit Informationen der Pressemitteilung der Wechselszene Sportpromotion
Fotos: Marc Sjoeberg | ingokutsche.de

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