Lionel Sanders: The Champion of the Champions

Lionel Sanders war beim „The Championship“ in Samorin nicht zu schlagen. Sebastian Kienle und Michael Raelert komplettierten das Podium.

 

Der Auftakt des Männerrennens verlief wie erwartet: Richard Varga absolvierte in der Donau das 1,9 Kilometer lange Schwimmen in nur 21:31 Minuten. Der Abstand zum Zweitplatzierten Alistair Brownlee betrug bereits rund 45 Sekunden, eine halbe Minute später folgte Michael Raelert. Der zweifache Ironman 70.3-Weltmeister verkürzte mit einem fulminanten Zwischenspurt in der sehr langen Wechselzone den Abstand auf den vor ihm liegenden Briten auf wenige Sekunden. Die weiteren Favoriten Sebastian Kienle und Lionel Sanders hatten zu diesem Zeitpunkt bereits zwei weitere Minuten auf Michael Raelert verloren.

Auf dem Zeitfahrrad setzte der Doppel-Olympiasieger Alistair Brownlee bei seiner erst dritten Mitteldistanz dem Rennen erneut seinen Stempel auf, allerdings konnten Sebastian Kienle und Lionel Sanders mit der zweit- und drittbesten Radzeit des Tages den Rückstand auf Brownlee in Grenzen halten. Nach dem zweiten Wechsel erfolgte bereits auf den ersten Kilometern der Pferderennbahn der Führungswechsel: dem Tempodiktat von Kienle und Sanders hatte Brownlee, der angeschlagen wirkte, nichts entgegensetzen. Während Alistair Brownlee kurz darauf seinen Arbeitstag vorzeitig beendete, duellierten sich die beiden Führenden wo sie nur konnten. Beide schenkten sich nichts, es gab ständige Attacken und Wechsel an der Spitze, jedoch konnte sich keiner absetzen. Dies gelang Sanders erst nach rund 16 Kilometer. Bis ins Ziel baute der Kanadier seinen Vorsprung auf Kienle auf 1:42 Minuten aus. Michael Raelert wurde sehr guter Dritter. Andreas Dreitz, Boris Stein, Julian Mutterer und Sebastian Neef komplettieren das hervorragende Ergebnis aus deutscher Sicht mit den Plätzen, 4, 7, 8 und 12.

Das Rennen der Damen

Zwei Wochen nach ihrem Sieg beim Ironman Lanzarote ließ die Britin Lucy Charles bei der Challenge-WM in Samorin einen weiteren ersten Platz folgen. In Abwesenheit der gemeldeten deutschen Starterinnen Laura Philip, Laura Zimmermann, Jenny Schulz, Dana Wagner und Katharina Wolff setzte sich die ehemalige Leistungsschwimmerin bereits in der Donau von ihren Mitstreiterinnen ab. Das Radfahren auf der flachen Strecke war bestimmt von mehreren Führungswechseln. Zunächst löste Annabel Luxford Lucy Charles hinter dem Führungsfahrzeug ab, um dann selbst von Kimberly Morrison überholt zu werden. Anja Beranek – Achtplatzierte nach dem Schwimmen – kämpfe sich in ihrer Paradedisziplin bis auf Rang 5 vor. Mehr war für die Fränkin an diesem Tag allerdings nicht drin. Am Ende wurde sie Siebte.

An der Spitze fand der muntere Führungswechsel auf der Laufstrecke seine Fortsetzung. Nach Kimberly Morrison folgten Anabel Luxford, Heather Wurtele, erneut Anabel Luxford, ehe die Neuseeländerin auf dem letzten Kilometer von der späteren Siegerin Lucy Charles überholt wurde. Annabel Luxford und Heather Wurtele komplettierten bei dem sehr spannenden Rennen das Podium auf den Plätzen zwei und drei. Die zweite Deutsche – Ulrike Schwalbe – platzierte sich auf Rang 14.

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Fotos: Screenshots Livestream „The Championship“

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