Italien, Zypern oder doch Südafrika?

Trainingslager-2015_Zypern1Den ganzen Tag unter südlicher Sonne schwimmen, radeln und laufen, inmitten schöner Landschaften. Sportlerherz, was willst du mehr. Nach Spanien und den deutschen Mittelgebirgen stellen wir euch weitere interessante Trainingsregionen vor.

Toskana und Emilia Romagna
Aufgrund der günstigen Flug-und Reiseangebote scheint bei vielen Triathleten das Land des Radsports in Vergessenheit zu geraten. Und dabei eignet sich nicht nur die Toskana rund um den Ort Cecina ideal zum Triathlontraining, sondern auch die Küstenregion der Adria rund um Cesenatico, Rimini und Riccione. Die Gemeinden haben sich auf das Klientel Ausdauersportler eingestellt und in den milden Frühjahrsmonaten für Individual- und Gruppenreisende passende Angebote zusammengestellt. Hoteleigene und öffentliche Schwimmbäder, der Zugang zu Leichtathletik-Stadien und attraktive Laufstrecken durch schattige Pinienwälder lassen das Herz der Triathleten höher schlagen. Diejenigen, die sich auf den flachen Küstenabschnitten nicht ausreichend gefordert fühlen, können sich im anspruchsvollen Hinterland austoben. Einige der neun Berge des Frühjahrsklassikers Nove Colli (novecolli.it) haben schon so manchen Radfahrer zum Absteigen gezwungen.

Südtirol
Abgesehen von dem relativ flachen und sehr gut ausgebauten Etsch-Radweg zwischen Meran und Verona gilt für die Dolomiten das Gleiche wie für Gran Canaria und Teneriffa. Ohne eine solide Grundlage macht das Training in der einzigartigen Bergwelt Südtirols keinen Spaß. Selbst bei kurzen Trainingsausfahrten zeigt der Tachometer schnell 1.000 Höhenmeter und mehr an, kein Wunder bei Anstiegen zum Stilfser Joch oder der Sella Ronde. Über die Homepage der Südtiroler Marketing-Gesellschaft erfahren Sie nicht nur Wissenswertes über die Region, sondern finden auch Unterkünfte, die sich auf die Bedürfnisse der Radfahrer eingestellt haben.

Zypern
10.000 Jahre Geschichte. Türkisblaues Meer. Duftende Wälder. Landschaftliche Vielfalt. Die drittgrößte Mittelmeerinsel haben jedoch die wenigsten Ausdauersportler als Trainingsregion auf dem Radar. Zu unrecht, denn Zypern bietet dem sportlich Interessierten weitaus mehr Kultur und Sonne. Einsame Straßen laden im Frühjahr dazu ein, bei idealen klimatischen Bedingungen erste Radkilometer zu sammeln. Triathleten, die etwas Abwechslung im Trainingsalltag suchen, finden auch abseits der befestigten Straßen sehr gute Trails, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison zu legen.

Südafrika
Am 24./25.04.2015 fand vor der einmaligen Kulisse des Tafelbergs in Kapstadt zum zweiten Mal ein Wettkampf der ITU World Triathlon Series statt. Aber nicht erst seit letztem Jahr ist die Region um das Kap der Guten Hoffnung ein Begriff in Triathlonkreisen. Die Deutsche Triathlon Union zum Beispiel bereitete sich in Stellenbosch auf die Olympischen Spiele in London vor. Neben den Trainingstrecken in der bekannten Weinregion hinterlassen insbesondere die Touren auf dem berühmten Chapman’s Peak Drive bleibende Eindrücke bei den Athleten. Die berühmte Garden Route von Kapstadt nach Port Elizabeth bietet auch die Möglichkeit für eine (selbst-)organisierte Etappenfahrt über 825 Kilometer und 8.000 Höhenmeter. Diejenigen, die im Süden Afrikas einen sehr frühen Saisoneinstieg planen, finden mit dem Ironman 70.3 Buffalo-City, der Cape Argus Cycletour (www.cycletour.co.za) sowie der Cape Epic (www.cape-epic.com) interessante und herausfordernde Veranstaltungen.

Text|Foto: Klaus Arendt

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