tritime-tested: Rose Aero Flyer 2016

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In der Woche vom 20.-25. Juli stellte das Bocholter Unternehmen Rose Bikes im österreichischen Kirchberg zahlreichen Journalisten die neuen Produkte des Modelljahres 2016 vor.

Mit dabei auch die für Triathleten interessanten Neuheiten:
Das Zeitfahrrad Aero Flyer und das Aero-Rennrad X-Lite CW!

Aero Flyer
Mit der völlig überarbeiteten Version des Aero Flyer bringt Rose Bikes ein Zeitfahrrad auf den Markt, das nicht nur optisch, sondern auch hinsichtlich der Integration sich vor den Produkten der Mitbewerber nicht verstecken braucht. Ein Highligh des neuen UCI-konformen Aero Flyers ist neben dem aerodynamisch optimierten Rahmen und den selbst entwickelten integrierten Bremsen für Vorder- und Hinterrad, die an jeder Seite einzeln einstellbar sind, das Cockpit. Jürgen Telahr, verantwortlicher Produktdesigner, ist besonders stolz darauf, dass Vorbau, Lenker, Rahmen und Gabel eine Einheit bilden, bei der die Züge – der Aero Flyer ist für elektronische und mechanische Schaltungen konzipiert – unsichtbar durch Lenker und Vorbau in den Rahmen hineinlaufen und somit dem Zeitfahrrad nicht nur eine aufgeräumte Optik gibt, sondern auch Pluspunkte auf dem Gebiet der Aerodynamik erhält. Der Akku für die elektronische Schaltung befindet sich im Rahmen auf der Rückseite des Sitzrohres und muss nur dann ausgebaut werden, wenn er tatsächlich einmal kaputt gehen würde. Das Aufladen des Akkus erfolgt jedoch über eine im Vorbau integrierte kleine Aufladeeinheit mittels USB. Und das alles – je nach Ausstattung – für rund 4.000 Euro.

Glücklicherweise durfte ich den erst wenige Tage zuvor eingetroffenen und bis dahin einzigen fahrbahren Aero Flyer auf einer gut einstündigen Ausfahrt zwischen Kirchberg, Kitzbühel und St. Johann testen.

Erste Eindrücke
Neben der aerodynamischen Formgebung fällt beim ersten Anblick des Aero Flyer sofort der Blick auf den sehr tiefen Lenker mit seinen sehr hoch liegenden Auflegern. Bereits auf den ersten Kilometern machte sich diese tiefe Lenkerposition positiv bemerkbar. Vergleichbar mit der Unterlenkerhaltung beim Rennrad sorgt sie insbesondere bei kurvenreichen Strecken nicht nur für eine agilere Fahrweise, sondern vermittelt auch eine höhere Fahrsicherheit. Letztere wird auch durch die im Testrad verbaute Shimano Dura-Ace Di2 erhöht, schließlich muss man zum Schalten den Lenker nicht mehr loslassen und kann sich auf das konzentrieren, was höchste Priorität genießt: das unfallfreie Radfahren. Das stets sichere Fahrverhalten wird bei schnellen Bergabpassagen durch die sehr hohe Spurtreue des Lenkkopfes unterstützt. In der Ebene jedoch spielt das neue Rose-Zeitfahrrad dann seine ganze Stärke aus. Man spürt förmlich, dass das Rad möglichst schnell ins Ziel möchte. Die eingesetzte Kraft wird durch das sehr steife Tretlager direkt in Vortrieb und Geschwindigkeit umgewandelt.

Sobald die ersten Serienräder verfügbar sind, wird die tritime-Redaktion den Aero Flyer einem mehrwöchigen Langzeittest unterziehen, in dem die ersten Eindrücke hinsichtlich des Fahrverhaltens und Vortriebs im tagtäglichen Gebrauch auf den Prüfstand gestellt werden, inklusive der „Bedienfreundlichkeit und Erreichbarkeit“ der Anbauteile im Falle einer Reparatur, beispielsweise beim Austausch der Bremsbeläge. Mit im Testumfeld auch die Einstellmöglichkeiten von Sattel und Lenker sowie die Energieversorgung des Fahrers mithilfe der integrierten Trinkflaschen und Nutrition-Box. Und sollte im Rahmen der Tests ein brems, Lenkereinstellungen und die Versorgung des Athleten (Getränken und Verpflegung) sowie kleinere Reparaturarbeiten wie Austausch Bremsbeläge etc getstet werden.

… und sobald das Aero-Rennrad X-Lite CW verfügbar ist, werden wir auch diese 2016er-Neuheit ausgiebig testen.

Text: Klaus Arendt
Fotos: Klaus Arendt und Irmo Keizer | Rose Bikes

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