Inferno-Triathlon 2015: Leider geil!

_LF_2375Dieses Jahr hat sich die tritime-Redaktion selbst ein Bild vom wohl speziellsten Triathlon der Schweiz gemacht. Fazit: Unendlich hart, aber leider auch unglaublich geil … zudem gab es auch wieder tolle Erfolge für deutsche Athleten.

 

Inferno-Triathlon: Ein einzigartiges Rennen ist garantiert
Am vergangenen Samstag gingen rund 520 Teilnehmer (davon circa 315 Einzelstarter) bei grandiosem Bergwetter an den Start des Inferno-Triathlons. Wie hart die zu bewältigenden 5.500 Höhenmeter auf den Distanzen 3,1 km Schwimmen bei 17 Grad Wassertemperatur im Thuner See, 97 km Rennradfahren (2.145 Höhenmeter) unter anderem über die Grosse Scheidegg, 30 km mit dem MTB (1.180 Höhenmeter) über die Kleine Scheidegg und der _LF_1579abschließende Lauf auf Schilthorn (2.175 Höhenmeter) wirklich sind, kann man vermutlich nur begreifen, wenn man die Strecken live und hautnah miterlebt hat. Der Inferno-Triathlon ist auf jeden Fall eine Reise in die Schweiz wert und ein unvergessliches Erlebnis in der sehr beeindruckenden Bergwelt der Jungfrau-Region. Die vielen gut gelaunten Helfer, die ganze Logistik die hinter dem Rennen steckt und die entspannte und hilfsbereite Stimmung unter den Teilnehmern machen das Event zu etwas Besonderem und zu einem sehr emotionalen Erlebnis für alle Triathlon- und Ausdauersportenthusiasten.
Der Inferno-Triathlon ist sicher alles andere als ein typischer Triathlon – aber er ist definitiv einzigartig und eines der fairsten und ehrlichsten Rennen überhaupt. Teilnehmer Sebastian Koschel aus Regensburg formulierte es nach dem Rennen sehr treffend: „Beeindruckend, irre, kraftraubend, ans Limit gehend und doch irgendwie grenzgenial!!!“ Besser kann man den Inferno-Triathlon eigentlich nicht beschreiben.

Top-Leistungen der deutschen Athleten
Auch für die Deutschen gab es wieder zahlreiche Top-Platzierungen. So konnte der Arzt _LF_2030und Familienvater Felix Schumann zum dritten Mal in Folge – nach seinem Sieg 2013 – als Dritter einen Platz auf dem Podium erkämpfen. Hinter ihm lief auf Rang vier mit Andreas Wolpert ebenfalls ein Deutscher auf dem Piz Gloria ein. Zudem konnten sich im Damenrennen die beiden in Freiburg lebenden Deutschen, Rebecca Kaltenmeier und Simone Schwarz, nach beeindruckenden Leistungen über Platz vier und fünf im Damenrennen freuen.

Erwähnenswert ist auch, dass sich Kathrin Müller, die letztes Jahr das Rennen der Damen gewinnen konnte, trotz eines rabenschwarzen Tags durchgebissen, nicht aufgegeben und zur späten Stunde das Ziel auf dem Schilthorn erreicht hat. Auch das ist der Inferno.

Natürlich wollen wir die Höchstleistungen der Sieg nicht unerwähnt lassen. Der 22. August 2015 war im Berner Oberland ein Tag zum Rekorde brechen. Mit neuem Streckenrekord gewann die Schweizerin Nina Brenn das Frauenrennen in 9:37:44 h vor ihrer Landsmännin Barbara Schwarz und der Französin Laurianna Plaçais.

Im Rennen der Männer feierte der Thuner Samuel Hürzeler nach seinem Sieger 2011 und 2014 in einer Zeit von 8:57:53 h seinen dritten Inferno-Triumph vor seinem Landsmann und Ironman-Profi Jan van Berkel.

Hartes Rennen – harter Einsatz von 800 Helfern
Auch das Orga-Team mit seinen 800 freiwilligen Helfern hat am Renntag bereits zum 18. _LF_1907Mal Spitzenleistungen erbracht. Nur dank eines eingespielten Teams, das sich voller Leidenschaft für den Sport, den Anlass und die Athleten einsetzt, ist es möglich, ein Event über eine solche Distanz mit dem Ziel auf einem der schönsten Berner Oberländer Berggipfel professionell durchzuführen. Die Organisatoren zeigten sich mit dem Verlauf des Rennens sehr zufrieden zumal geradezu perfektes Wettkampfwetter herrschte. Die Veranstaltung blieb von größeren Zwischenfällen verschont. Zwei Athleten mussten ins Krankenhaus gebracht werden, befinden sich jedoch bereits auf dem Weg der Besserung. Des Weiteren wurden einige kleinere Blessuren wie Prellungen, Schürfungen, Blasen u.ä. behandelt.

Alle Ergebnisse

Bilder sagen mehr als Worte: unsere Inferno-Galerie 2016

Fotos: Mirko Lehnen/mirko-lehnen.com
Text: Meike Maurer

 

 

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