4. Anti-Doping-Tag der Deutschen Triathlon Union in Frankfurt

Zum vierten Mal veranstaltete die Deutsche Triathlon Union am Samstag, den 18. Oktober 2014, den DTU Anti-Doping-Tag in Frankfurt. In den letzten vier Jahren ist die Veranstaltung immer mehr gewachsen und der Präsident des Triathlon-Dachverbandes, Dr. Martin Engelhardt, sowie der Anti-Doping-Koordinator der DTU, Volker Oelze, durften auch am Wochenende wieder eine Vielzahl an Interessenten, auch aus anderen Sport-Verbänden und Institutionen, begrüßen, die gemeinsam mit kompetenten Experten und Referenten das sensible Thema in all seinen Facetten beleuchten und diskutieren wollten. Mit der Initiative für den DTU Anti-Doping-Tag sind die Ausdauerdreikämpfer anhaltend Vorreiter und besitzen ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Sport.

„Mit 78 Anmeldungen haben wir einen bisherigen Rekord aufgestellt“, begrüßte Oelze die Teilnehmer des DTU-Anti-Doping-Tages, bevor der Fortbildungstag in einer Mischung aus Fachvorträgen und Diskussionsrunden seinen lehrreichen und konstruktiven Verlauf nahm. In den Fokus kamen eine Reihe von Themenfeldern wie die Präventionsarbeit, Nahrungsergänzungsmittel und natürlich auch die aktuellen Entwicklungen im Kampf gegen unerlaubte Leistungssteigerung, in 2014 also beispielsweise der neue Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.

DTU-Präsident Dr. Martin Engelhardt, Prof. Dr. Gerhard Treutlein und DTU-Anti-Doping-Koordinator Volker Oelze

Diskussionsrunden und interaktive Ausrichtung des DTU Anti-Doping-Tages
Als zielführend und als gute Lösung hat sich der erneuerte Ablauf erwiesen. „Auf Wunsch vieler Teilnehmer haben wir in diesem Jahr erstmals nicht Vorträge einzelner Referenten in den Mittelpunkt gestellt, sondern Diskussionsrunden, in denen Expertengruppen jeweils ein aktuelles und brisantes Thema behandelt haben“, erklärte Oelze. „So konnten wir das Plenum noch mehr einbeziehen und die Themen lebendiger und interaktiver behandeln.“ Zusammen mit dem Heidelberger Anti-Doping-Experten Prof. Dr. Gerhard Treutlein, der den DTU Anti-Doping-Tag seit dem ersten Jahr unterstützt, hatte Oelze ein interessantes Expertenteam zusammengestellt, das einen spannenden Tag garantierte.

Nahrungsergänzungsmittel und neuer WADA-Code hochaktuelle Themenkomplexe
Neben Treutlein, Leiter des Zentrums für Dopingprävention der PH Heidelberg, gehörten zu diesen Experten Carsten Breinlinger, Mitarbeiter der Forschungsgruppe um Dr. Feil, sowie die Professoren Dieter Leyk aus Köln und Horst Pagel aus Lübeck. Das Trio diskutierte – unter Moderation der Journalistin Ulrike Spitz, die sich unter anderem als langjährige Sportchefin der Frankfurter Rundschau einen Namen gemacht hat – über den gerade in diesem Jahr wieder aktuell gewordenen Themenkomplex „Nahrungsergänzungsmittel“.

„Dopingprävention“ lautete das Thema der zweiten Expertenrunde, in der mit Patrick Laure vom französischen Sportministerium ein federführender Anti-Doping-Kämpfer aus unserem Nachbarland saß. Mit ihm diskutierten Lukas Monnerjahn aus Oberwesel, Anti-Doping-Juniorbotschafter des DJK-Sportverbandes und der europäischen Anti-Doping-Initiative EADIn, sowie Dominic Müser, Ressortleiter Prävention bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA).

Abgeschlossen wurde der 4. DTU Anti-Doping-Tag mit den Neuerungen des WADA-Codes, der am 01.01.2015 weltweit eingeführt werden soll. Auf dem Podium sprachen darüber die Frankfurter Rechtsanwältin Dr. Anne Jakob, Dr. Lars Mortsiefer, Chefjustitiar der NADA, und Volker Oelze. Schwerpunktmäßig kamen hier die Einführbarkeit des WADA/NADA-Codes auf internationaler und nationaler Ebene zur Sprache und die damit verbundenen Auswirkungen für die Sport-Dachverbände. Die Moderation übernahm Anno Hecker, Sportchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

„DTU-Anti-Doping-Tag als Informations-Plattform ein Zugewinne für alle“
„Das Thema Anti-Doping entwickelt sich fortlaufend weiter, ist immer aktuell und spannend, so dass wir mit dem DTU Anti-Doping-Tag eine Informations-Plattform geschaffen haben, die für jeden Sportinteressierten ein Zugewinn ist“, umschreibt Oelze noch einmal den Ansatz der Deutschen Triathlon Union und zog ein zufriedenes Fazit. „Es haben wieder fruchtbare Diskussions- und Fragerunden stattgefunden, so dass wir sicher einen weiteren Schritt gemacht haben, das Thema mehr in die Öffentlichkeit zu bringen.“

Text: Oliver Kubanek | Deutsche Triathlon Union e.V
Fotos: Deutsche Triathlon Union e.V

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