Raceweekend: Von Nord nach Süd

Die Triathlon-Saison 2014 neigt sich so langsam ihrem Ende zu. Am kommenden Wochenende finden zwischen Stockholm und Budapest zahlreiche spannende Veranstaltungen mit deutscher Beteiligung statt.
 

WTS Stockholm
Am Samstag (23.08.2014) findet das vorletzte Rennen der Triathlon-Weltmeisterschaft-Serie statt. Eine Woche vor dem großen WM-Finale in Edmonton werden noch wichtige WM-Punkte auf der Sprintdistanz über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen vergeben. Anja Knapp (Dettingen), Rebecca Robisch, Gregor Buchholz (beide Saarbrücken) und Franz Löschke aus Potsdam vertreten die Farben der DTU. „Alle vier Athleten konnten die Vorbereitung wie geplant absolvieren und die Trainingsleistungen waren auf einem guten Nivea“, sagt DTU-Bundestrainer Dan Lorang. „Wir wollen unter die Top-Ten der Welt vordringen. Und das wäre bei dem hochklassig besetzten Rennen in Stockholm ein großer Erfolg.“ (Foto: Deutsche Triathlon Union | Jo Kleindl)

Inferno Triathlon
Ebenfalls am Samstag (23.08.2014) findet vor der atemberaubenden Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau im schweizerischen Berner Oberland der berühmt-berüchtigte Inferno Triathlon statt. Mit am Start sind neben dem Titelverteidiger Felix Vatlach-Schumann auch die frisch gebackene ITU-Crosstriathlon Weltmeisterin Kathrin Müller. Der zehnfache Inferno-Sieger Marc Pschebizin ist in diesem Jahr ebenfalls in der Startliste zu finden, allerdings in der Teamwertung. Gemeinsam mit der Inferno-Siegerin des Jahres 2012, Andrea Huser, wird er in der Mix-Couple-Wertung die 155,1 Kilometer (3,1 km Schwimmen, 97 km Rennrad, 30 km Mountainbike und 25 km laufen) von Thun auf das 2.970 Meter hohe Schilthorn in Angriff nehmen. (Foto: Remy Steinegger | swiss-image.ch)

Viernheimer V-Card Triathlon
Der V-Card Triathlon in Viernheim bildet den traditionellen Abschluss des BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar. Das über die olympische Distanz ausgetragene Rennen findet am Sonntag (24.08.2014) bereits zum 31. Mal statt. Nach dem  Schwimmen im Hemsbacher Wiesensee müssen die Teilnehmer auf anspruchsvollen Anstiegen im Odenwald mehr als 900 Höhenmeter überwinden, ehe die Athleten im Viernheimer Wald um die Plätze rennen. Während bei den Herren Sebastian Kienle, Patrick Lange, Michael Göhner und Nils Frommhold um den Gesamtsieg kämpfen, zeichnet sich bei den Damen ein Dreikampf zwischen Leonie Pötsch, Susan Blatt und Carina Brechters ab.

Die Paratriathleten tragen in Viernheim die Deutsche Meisterschaft im Super-Sprint aus. Bereits einen Tag vor den Hauptrennen gehen die Jugend- und Schülerklassen auf altersgemäßen Strecken an den Start.

ICAN Nordhausen
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr dürfte auf der Mitteldistanz der Kampf um den Sieg im Südharz so spannend wie nie werden: Titelverteidiger Georg Potrebitsch wird durch die Profi-Triathleten Markus Liebelt (Halle), Henry Beck (Schleusingen), Peter Seidel (Nordhausen), Marcus Wöllner (Leipzig) sowie den Portugiesischen Meister José Estrangeiro herausgefordert. Aber auch der Bundesliga-Starter Felix Weiß, der über die Mitteldistanz sein Debüt feiert, und dem Berlin-Brandenburgischen Meister Matthias Kindel sind eine Überraschung zuzutrauen. Bei den Damen geht Lokalmatadorin und Titelverteidigerin Katja Konschak in die zweite Auflage des ICAN. Die Thüringerin zählt zu den drei deutschen Damen, die sich bereits ihr Ticket für die Ironman-WM auf Hawaii gesichert haben. Kampflos wird aber auch Konschak nicht den Sieg in ihrem Heimrennen geschenkt bekommen, denn mit Kathrin Mannweiler, Team-Weltmeisterin über die ITU Langdistanz 2013, und Simone Bürli Sickert hat sie starke Konkurrenz. Bürli-Sickert war 15 Jahre lang Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft, erreichte zahlreiche Topplatzierungen in Weltcup-Rennen und lebt heute in Dresden. Auch Profi-Triathletin Steffi Steinberg aus Rheinland-Pfalz und Anja Leuendorff (Berlin), in diesem Jahr bereits Deutsche Meisterin auf der Langdistanz in ihrer Altersklasse, sind im Auge zu behalten. (Foto: Ingo Kutsche)

Allgäu Triathlon
Zum ersten Mal wird der Klassiker im Allgäu über das klassische Mitteldistanz-Format ausgetragen: 1,9 Kilometer Schwimmen im Alpsee, 90 Kilometer mit 1.400 Höhenmeter sowie einer flachen Wendepunktstrecke durch die Immenstädter Altstadt und entlang des Alpsees versprechen – mit einer Neugestaltung des Ziels am Alpsee-Haus in Bühl – Spannung pur. Den Auftakt machen am 24.08.2014 die Damen: Mit einem Vorsprung von knapp 40 Minuten auf das Herrenfeld versuchen die Damen, angeführt von Julia Gajer, noch vor dem ersten Herrn die Ziellinie zu erreichen. Faris Al-Sultan und der Dritte der Ironman 70.3-Europameisterschaft, Maurice Clavel, werden alles unternehmen, um den „Geschlechterkampf“ für sich zu entscheiden.

Ironman Kopenhagen und Ironman 70.3 Budapest
Zahlreiche Profis nutzen das kommende Wochenende, um eine der letzten Möglichkeiten Qualifikationspunkte für die diesjährigen Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii zu sammeln. Ronnie Schildknecht und Markus Thomschke starten bei der Premiere im ungarischen Budapest, Ironman 70.3-Europameisterin und Ironman Switzerland-Siegerin Daniela Ryf sowie Challenge Roth-Sieger Timo Bracht führen das Starterfeld in der dänischen Hauptstadt an.

ETU-Duathlon Europameisterschaft
Die ETU Duathlon Europameisterschaft findet am kommenden Sonntag (24.08.2014) im österreichischen Weyer über die Standarddistanz von 10 Kilometer Laufen, 42 Kilometer Radfahren und einem abschließendem 5-Kilometer-Lauf statt. Neben dem amtierenden Duathlon-Weltmeister Benoit Nicolas und dem WM-Zweiten Etienne Diemunsch lässt der Start des belgischen Ex-Weltmeisters Rob Woestenborghs ein spannendes Rennen erwarten. Auch bei den Damen ist mit der Französin Sandra Levenez ebenfalls die amtierende Weltmeisterin am Start. Herausgefordert wird sie unter anderem von der Deutschen Julia Viellehner, die sich nach ihrem Langdistanz-Sieg beim Powerman-Austria im vergangenen Jahr in Weyer erstmals auf der Standarddistanz versucht. Die Windschattenfreigabe im Hauptbewerb versprechen zusätzliche Spannung, auch für die Zuschauer, passieren doch die Athleten je nach Wettbewerb bis zu sieben Mal den Weyrer Marktplatz.

 

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