Frankfurt City Triathlon: 7.000 Euro Preisgeld auf der olympischen Distanz

Der Frankfurt City Triathlon powered by Gesundheit (FCT) gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Mit Ricarda Lisk und Horst Reichel trugen sich bekannte Profis in die Siegerliste ein. Organisatorin Annette Gasper stellte sich den Fragen der www.tritime-magazin.de Redaktion.

Frau Gasper, mit der fünften Austragung des Frankfurt City Triathlon powered by Gesundheit haben Sie in diesem Jahr einen neuen Weg beschritten. Mit Ricarda Lisk, Natascha Schmitt, Horst Reichel und Faris Al-Sultan waren – im Vergleich zu den Vorjahren – nur sehr wenige bekannte Profis am Start. Was waren die genauen Gründe?
Wir haben dieses Jahr ganz gezielt den Focus auf die Altersklassenathleten gelegt. Natürlich geben die Profis dem Rennen immer einen ganz besonderen Glanz. Umso mehr  freue ich mich, dass auch Nicole und Lothar Leder sowie Jürgen Zäck dabei waren und das Feld der Topstarter abgerundet haben. Uns ist es ganz wichtg, dass alle Athleten Spaß bei dem Rennen haben, auch die Profis. Natürlich geht es auch immer um Geld. Insgesamt schütten wir auf der olympischen Distanz 7.000 Euro an Preisgeld aus. Dafür zahlen wir jedoch kaum Antittsgelder. Viele Topstarter haben lieber einen fixen Betrag sicher in der Tasche, andere messen sich sportlich und verdienen sich das Preisgeld.

Wie waren die Reaktionen Ihrer Sponsoren, schließlich garantieren die bekannten Namen der Triathlonszene zumeist eine überregionale und ausführlichere Berichterstattung?
Die Sponsoren sind mit der Entwicklung des FCT sehr zufrieden. Im Bierbereich wurde das ganz deutlich: Vier Jahre lang war Licher, der regionale Teil der Bitburger Gruppe in Hessen, unser Partner. Nachdem sich das Rennen doch überregional entwickelt hat, ist jetzt Bitburger 0,0% der neue Partner des FCT.

Gab es auch aus den Reihen der Altersklassenathleten Feedback zu dieser Entscheidung?
Da wir wieder einen neuen Teilnehmerrekord erziehlt haben, scheint die Masse der Profis für den Erfolg des Rennens und die Zufriedenheit der AK-Athleten nicht entscheidend zu sein. Die Topathleten überreichten bei der Siegerehrung die Preise. Das kam sehr gut an. Da konnten sich dann Ricarda Lisk, Natascha Schmitt, Horst Reichel und Faris Al-Sultan auf der Bühne noch etwas auslaufen und viele AKler glücklich machen. Feedback gab es von den Altersklassenathleten sehr viel und überwiegend sehr positiv, gerade zur Siegerehrung.

Mit über 2.200 Athleten waren so viele Sportler wie noch nie bei Ihrer Veranstaltung gemeldet. Sind Sie mit der Entwicklung Ihres Wettkampfes zufrieden?
Ja, die Nachfrage war gigantisch. Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Unser Ziel war unter die Top-5 in Deutschland zu kommen. Jetzt sind wir – was die Starterzahlen betrifft – nach Hamburg die zweitgrößte olympische Distanz.

Und welches Verbesserungspotenzial sehen Sie für das kommende Jahr?
Ach, Kleinigkeiten lassen sich immer optimieren. Wir haben in diesem Jahr die Startzeiten verändert, eine neue Distanz eingeführt und den Kids Run powerd by Mainova ins Leben gerufen. Die Rückmeldungen der Athleten waren bisher alle sehr positiv, aber wir nehmen weitere Anregungen gerne auf.

Ihr Kooperationspartner im City Triathlon Cup Germany, der CityTriathlon Heilbronn, gab unlängst bekannt, dass er im kommenden Jahr seine Veranstaltung unter dem Dach der Challenge Family ausrichtet. Welche Auswirkungen hat dies für den gemeinsam beschrittenen Weg?
Warum sollte die Zusammenarbeit mit Heilbronn nach zwei Jahren enden? Nur weil sie den Namen wechseln? Wir suchen beim Cup den vielseitigsten Altersklassenathleten, der bei einem City Triathlon in Heilbronn und in Frankfurt an den Start geht. Die Termine für den Cup stehen bereits fest.

Das Umland von Frankfurt bietet mit einem kurzen Abstecher in den Taunus auch die Möglichkeit einer anspruchsvollen Radstrecke über 90 Kilometer. Gibt es diesbezüglich Überlegungen für eine Erweiterung Ihrer Veranstaltung um eine Mittel-Distanz?
Nein, über eine Mittel-Distanz denken wir nicht nach. Unser Ziel ist es, ein gutes Einsteigerrennen in der City anzubieten. Genau das machen wir mit den drei Distanzen, und wir freuen uns, dass sie so gut angenommen werden. Auf der Jedermann-Distanz haben wir sehr viele Einsteiger, mit dem Sprint und der olympischen Distanz bieten wir der bereiten Masse eine sportliche Herausforderung. Außerdem bietet die Region bereits ein gutes Rennen über die Mitteldistanz und eine schöne Langdistanz.

Fotos: Uli Gasper | uliphoto.de

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