Das Kona Einmaleins

Im Gespräch mit den „alten Hasen“ werden Kona-Rookies im Vorfeld auf ihren Start bei den Ironman World Championship mit zahlreichen Lokationen und „must do’s“ konfrontiert. Wir geben ein bisschen Nachhilfe!

 

Ali’i Drive

Die Küstenstraße von Kailua-Kona. Morgens und abends kann man zwischen dem Dig Me Beach am Pier und der Wedding Chapel allerhand beobachten: Typisch amerikanische Kreuzfahrt-Touristen, die von einem Shop zum anderen schlendern und austrainierte Ausdauersportler, die nicht nur ihren Körper zur Schau stellen, sondern häufig auch viel zu schnell unterwegs sind.

Palani Road

Die Verbindungsstraße zwischen Ali’i Drive und Queen K-Highway. Kurzer, knackiger Anstieg, der die Spreu vom Weizen trennt. Nach den ersten Kilometern durch Kailua-Kona killt die Palani Road den Laufrhythmus. Glücklicherweise gibt es am Wettkampftag „ganz oben“ eine Verpflegungsstelle, an der Jan Frodeno regelmäßig stehen bleibt und sich ausreichend kühlt.

Energy Lab

Der Glutofen des abschließenden Marathons. Viele Teilnehmer bezeichnen das Verlassen des Energy Labs auch als die vorgezogene Ziellinie.

Underpants Run

Nackte Haut läuft immer: Die Teilnehmer des legendären Underpants Run schwören vor dem Startschuss, dass sie niemals nur mit einer Badehose bekleidet oder mit nacktem Oberkörper ein Geschäft betreten, geschweige denn, sich in diesem Aufzug in ein Café setzen werden. Wer’s glaubt …

Mumuku

Ihr liebt Wind? Dann dürft ihr euch freuen, denn den gibt es auf Hawaii eigentlich immer. Und damit es euch auch richtig zerbrezelt, gerne auch ständig von vorne und als Fallwinde von der Seite. Manch einem Teilnehmer wurde von dem „auf höchste Stufe gestellten Fön“ dabei nicht nur die Brille von der Nase gefegt, auch unliebsame Begegnungen mit den Lavafelsen und Grünflächen neben dem Queen K-Highway sind keine Seltenheit.

Queen K-Highway

Die Insel-Hauptstraße von Big Island. Der zwischen Airport und Kona noch immer nicht ganz vierspurig ausgebaute Highway ist für Radfahrer die Trainingslocation schlechthin. Auch wenn es abseits im Hinterland weitaus schönere Straßen gibt, sollte man sich mit den begegebenheiten des Queen K vertraut machen, schließlich handelt es sich um die Wettkampfstrecke. Richtig schön und auch etwas wenig befahrener wird es auf dem Teilstück ab dem Flughafen bis Hawi.

Cowman

Cowman aka Mr. Aloha ist auf Big Island eine „allgegenwärtige“ Legende. 1979 wurde der mittlerweile 73-Jährige auf Oahu beim zweiten Ironman ohne vorheriges Training Achter. Sein Markenzeichen, ein Helm mit Kuhhörnern, wurde ihm – so wird gemunkelt – in den darauf folgenden Jahren jedoch zum Verhängnis und er wurde vom damaligen Ironman-Veranstalter mit einem lebenslangen Startverbot bestraft. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, in den folgenden Jahren „inoffiziell“ am Rennen teilzunehmen. (weitere Informationen)

Nationenparade

Mit wenigen Ausnahmen meiden fast alle Profis die für Altersklassenathleten obligatorische Nationenparade. Legendär ist die Teilnahme von Sebastian Kienle, der ein Jahr nach seinem Hawaii-Sieg die deutschen Teilnehmer zu einer unerwarteten Liegestütz-Einheit aufforderte. Der amtierende Hawaii-Sieger Jan Frodeno nimmt in diesem Jahr erneut nicht teil, da er am gleichen Termin die internationalen Medienvertreter zu einem Pressetalk eingeladen hat.
Kona Coffee

Kaffeeliebhaber kommen auf Big Island voll auf ihre Kosten. Allerdings sollte man schon darauf achten, dass in dem angepriesenen Kona-Coffee auch zu 100 Prozent Kona-Bohnen verarbeitet wurden. In den Supermärkten findet man häufig auch kostengünstigere Varianten, bei denen die beliebten Bohnen nur zu 10 Prozent beigemischt wurden.

Coffee Boat

Das Coffee Boat liegt in der Wettkampfwoche meist ab Dienstag in der Bucht von Kailua-Kona vor Anker. Es ist Anschwimmstelle für Teilnehmer und die, die es einmal werden möchten. Wer die wenigen hundert Meter bis zum Boot schafft, darf sich auf einen oder mehrere kostenlose kaffeehaltige Heißgetränke freuen.

Island Lava Java
Das Lava Java ist der place to be. Auch wenn die Preise zum Teil fast unverschämt sind, lässt es sich fast keiner nehmen, dort nicht wenigstens einmal gewesen zu sein. Und wer weiß, vielleicht ist ja gerade am Tisch eines ehemaligen Hawaii-Siegers noch ein Plätzchen frei. Alternativen für guten Kaffee, ein leckeres Frühstück oder Essen gibt es im Umkreis von wenigen Metern genug. Aber aufgepasst, das Restaurant ist umgezogen, und befindet sich ein paar Meter im Coconut Grove Marketplace.

ABC-Store
Ein fast typischer „Tante-Emma-Laden“, der Hawaiibesucher auf allen Inseln begleitet. Dort gibt es neben viel nützlichen Dingen auch all die Mitbringsel, die entweder kein Mensch braucht oder eben typisch hawaiianisch sind.

Farmers Market

Auf dem gegenüber der Ironman-Expo gelegenen Farmer’s Market findet täglich von 7-16 Uhr frisches Obst, Gemüse, Blumen und handgefertigte Souvenirs. (weitere Informationen)

Ironman-Expo

Expo, Fan-Shop, von Sponsoren angemietete Ladenlokale und viele kleine Boutiquen ziehen nicht nur die Teilnehmer der Ironman World Championship, sondern auch per Zufall vor Ort gastierende Touristen und Kreuzfahrer geradezu magisch an. Das rote M ist allgegenwärtig und bestimmt das Straßenbild von Kailua-Kona. Von der Kaffeetasse bis zur Recovery Boots gibt es für gestandene Eisenmänner – oder diejenigen, die es irgendwann noch einmal werden möchten – fast alles, was das Herz begehrt.

(das ehemalige) LuLu’s
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Aber erst geht es zur legendären Party ins ehemalige LuLu’s. Seit zwei Jahren heißt die unweit des Royal Kona Resorts gelegene und im ersten Stock beheimatete Sports Bar „Laverne’s“. Und was dort passiert, darüber wird ausnahmsweise nicht in Wort und Bild berichtet.

Dig Me Beach

Diejenigen, die jetzt einen weitläufigen einsamen Strand mit Beach Boys und Hula Girls erwarten, dürftn enttäuscht sein, denn es handelt sich dabei um eine nur wenige Quadratmeter große Sandfläche am Pier von Kailua-Kona. Aber dennoch ist es in der Rennwoche der wohl am häufigsten frequentierte Strand Big Islands. An allen anderen Stränden mit einer stärkeren Brandung sollten die Teilnehmer beim Bodysurfing nicht zu viel riskieren. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Triathlet aufgrund einer ausgerenkten Schulter den Wettkampf absagen musste.

Unterwasserwelt

Beim Schwimmtraining und im Wettkampf dürft ihr euch definitiv nicht von der Vielfalt des Meeres ablenken lassen, insbesondere dann, wenn Delfine und Honus (die hawaiianischen Meeresschildkröten) eure Begleiter sind. Und wenn es die Zeit zulässt, schnorcheln wir in unserem „persönlichen Aquarium“ am Kahaluu Beach Park in der Nähe der Wedding Chapel.

Aquatic Center

Triathleten, die nicht jeden Morgen auf der Schwimmstrecke im Pazifik trainieren und bunte Fische schauen möchten, können ihr Programm auch im nahegelegenen Aquatic Centre (Kuakini Highay: auf halber Strecke zwischen Abzeigung Palani Road und dem alten Flughafen gelegen) absolvieren. Der Eintritt ist frei und das Freibad hat – mit wenigen Ausnahmen – zwischen Sonnenauf- und -untergang geöffnet.

Alter Airport

Der am Ende des Kuakini gelegene alte „Stadtflughafen“ ist mittlerweile in Naherholungsgebiet integriert worden. Die Landebahn dient dabei als Parkplatz, das Terminal als Pavillon. Die tritime-Redaktion hat in den vergangenen Jahren diese nette Lokation, die in den frühen Jahren des Ironman auf Big Island auch Teil der Laufstrecke war, immer wieder für Fotoshootings genutzt.

Hotel Kingkamehameha

Ein zweckmäßiger 70er-Jahre Bau, der aufgrund seiner Lage am Start-Ziel-Bereich punktet und somit quasi zwangsläufig Racehotel, Startnummernausgabestelle und viels mehr ist.

Es gibt kein Bier auf Hawaii

Diese Aussage ist schlichtweg falsch! Auch wenn viele Sportler die alkoholisierte Version des beliebten Regenerationsdrinks meiden wie der Teufel das Weihwasser, hat die Kona Brewing Company zahlreiche alkoholhaltige Gerstensäfte im Angebot.

Sonnenuntergänge
noch Fragen?

alle weiteren touristischen Reisetipps findet ihr in den kommenden Tagen unter dieser Verlinkung: tritime-magazin.de/tag/reisetipps/

Fotos: Klaus Arendt, Armin Schirmaier, Meike Maurer, Mirko Lehnen, Seven Haberer und Hawaii Visitors Convention Bureau (Unterwasserwelt)

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