70.3 WM Chattanooga: Ryf unangefochten, Philipp auf Rang 3

Nach 2014 und 2015 gewann Daniela Ryf zum dritten Mal die Ironman 70.3 WM. In Chattanooga dominierte die Schweizerin die Konkurrenz nach Belieben. Laura Philipp wurde hinter Emma Pallant Dritte!

 

Nach dem Schwimmen noch auf Rang 6 übernahm Daniela Ryf bereits nach wenigen Radkilometern die Führung und baute diese bis zum zweiten Wechsel kontinuierlich aus. Titelverteidigerin Holly Lawrence, nach der Auftaktdisziplin bereits über zwei Minuten auf die schnellste Schwimmerin Lauren Brandon zurück, kämpfte sich bei Kilometer 40 der Radstrecke bis auf Platz 2 nach vorne. Überraschenderweise beendete sie kurze Zeit darauf das Rennen. Ihre Begründung lautete: „I just don’t have the fight today.“ Laura Philipp hingegen hatte diesen Willen, kämpfte nach einem durchwachsenen Schwimmauftakt aufopferungsvoll und konnte bei Radkilometer 65 zur ersten Verfolgergruppe aufschließen. Der Rückstand auf Daniela Ryf betrug zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Minuten, den die zweifache Hawaii-Siegerin bis zum zweiten Wechsel noch auf 8:30 Minuten ausbauen konnte.

Philipp – die als Zweite die Verfolgung in den Laufschuhen aufnahm – und ihre Mitstreiterinnen im Kampf um Platz 2 ließen sich von diesem Rückstand jedoch nicht abschrecken. Allen voran Emma Pallant, die bereits nach der ersten Meile Laura Philipp vom zweiten Platz verdrängen konnte und sich anschickte, den Vorsprung der führenden Schweizerin nicht noch größer werden zu lassen. Und das gelang der Britin zunächst auch eindrucksvoll. Einige Meilen konnte sie zwar den Rückstand verkürzen, in arge Bedrängung brachte sie Daniela Ryf letztendlich jedoch nicht. Die bekannt gute Läuferin Laura Philipp hatte dem Tempodiktat Emma Pallants nichts entgegenzusetzen. Anstatt sich in der Verfolgung weiter „aufzureiben“, schien die 30-Jährige ihre weitere Renntaktik auf die Verteidigung ihres dritten Platzes ausgerichtet zu haben.

Nach 4:09:47 Stunden durfte sich Daniela Ryf nicht nur über ihren dritten WM-Titel bei einer Ironman 70.3 WM freuen, sondern auch darüber, dass sie als erste Athletin überhaupt dreimal die Ironman 70.3-WM für sich entscheiden konnte. Somit ist sie – nach ihrem Sieg beim Ironman 70.3 Dubai – weiterhin im Rennen um die diesjährige Triple Crown und den Jackpot von 1.000.000 US Dollar. Am 25. November kann sie mit einem Sieg bei den Ironman 70.3 Middle East Championship Bahrain die Rekordsumme nach 2015 zum zweiten Mal einstreichen.

Zweite wurde Emma Pallant, und Laura Philipp durfte sich mit Startnummer 3 im Ziel über Rang 3 freuen! Im Zielinterview zeigte sie sich von ihrem dritten Platz überwältigt und konnte es kaum fassen, auf dem Podium zu stehen.

 

Endergebnis

  1. Daniela Ryf nach 4:09:47 Stunden
  2. Emma Pallant nach 4:18:36 Stunden
  3. Laura Philipp nach 4:19:40 Stunden
  4. Sarah True nach 4:21:40 Stunden
  5. Helle Frederiksen nach 4:22:12 Stunden
  6. Annabel Luxford nach 4:24:04 Stunden
  7. Heather Wurtele nach 4:25:39 Stunden
  8. Jeanni Seymour nach 4:26:30 Stunden
  9. Haley Chura nach 4:27:00 Stunden
  10. Melissa Hauschildt nach 4:27:36 Stunden

Astrid Stienen überquerte nach 4:37:21 Stunden als 19. die Ziellinie.

alle Ergebnisse

Zwischenstand nach dem Schwimmen

  1. Lauren Brandon nach 25:23 Minuten
  2. Haley Chura nach 25:35 Minuten
  3. Sarah True nach 25:38 Minuten
  4. Jennifer Spieldenner nach 26:31 Minuten
  5. Helle Frederiksen nach 26:32 Minuten
  6. Daniela Ryf nach 26:35 Minuten
  7. Alicia Kaye nach 26:39 Minuten
  8. Annabel Luxford nach 26:44 Minuten
  9. Holly Lawrence nach 27:39 Minuten
  10. Hannah Drewett nach 27:45 Minuten

Laura Philipp benötigte für den 1,9 Kilometer langen Auftakt 29:56 Minuten, Astrid Stienen 31:16 Minuten.

Zwischenstand nach dem Radfahren

  1. Daniela Ryfnach 2:48:48 Stunden
  2. Laura Philipp nach 2:57:30 Stunden
  3. Lisa Huetthaler nach 2:57:33 Stunden
  4. Heather Wurtel nach 2:57:35 Stunden
  5. Helle Frederikse nach 2:57:36 Stunden
  6. Annabel Luxfor nach 2:57:38 Stunden
  7. Emma Pallant nach 2:57:42 Stunden
  8. Alicia Kay nach 2:57:51 Stunden
  9. Jeanni Seymour nach 2:57:56 Stunden
  10. Sarah True nach 2:57:59 Stunden

Als 22. erreichte Astrid Stienen nach 3:10:05 Stunden die zweite Wechselzone.

Fotos: Screenshots ironman.com live coverage

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