#aufdersuchenachdemflow –Teil 6

Die nötige Leichtigkeit beim Triathlon zu besitzen, bedeutet nicht nur, das leichteste Equipment am Start zu haben.

 

Florian Teichmann ist 24 Jahre alt und studiert in Tübingen Philosophie. Unter dem Hashtag #aufdersuchenachdemflow bloggt er über die Themen Philosophie – Triathlon – und seinen Weg zur IM70.3-Weltmeisterschaft nach Chattanooga.

Halbzeit auf der Suche nach dem Flow

Mein sechster Beitrag auf tritime-magazin.de ist online. Das bedeutet, es ist Halbzeit – Zeit für ein kurzes Resümee:

Der Flow ist ein bewusstseinserweiternder Zustand, der nicht zwangsläufig zufällig auftritt. Wir können selbst einiges dafür tun, um den Flow zu finden. Wichtig ist dabei zu aller erst, die richtige Balance zwischen Fokussierung und Gelassenheit für sich zu finden. Dazu hilft es, sich über seine Ziele ausführliche Gedanken zu machen und diese mit Bedacht zu setzen. Zuletzt darf man sich durch Niederlagen nicht vollständig aus dem Konzept bringen lassen.

Nicht vergessen: Probier‘s mal mit Gemütlichkeit

Bei der Suche nach dem Flow, geht es um viel mehr, als um gute Resultate in Wettkämpfen. Es geht um eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung. Und zwar in Training, Wettkampf und im Alltag. Wozu aber dann an Wettkämpfen teilnehmen, wenn nicht, um zu gewinnen? Eine gute und häufig gestellte Frage. Meine Antwort: Um sich täglich neu herauszufordern. Im Sport geht es für mich um konstante Verbesserung, von Trainingseinheit zu Trainingseinheit möchte ich etwas lernen, von Rennen zu Rennen jedes Mal ein bisschen besser werden. Die erste und immer noch wichtigste Lektion, die ich dabei gelernt habe: bleib gelassen! Oftmals tendieren wir dazu, unseren selbst gesteckten Zielen zu verkrampft hinterher zu rennen und sind dann umso enttäuschter, wenn wir an diesen scheitern. Mit einer gesunden Portion an Leichtigkeit bleibt einem die ein oder andere Enttäuschung erspart.

Auf zur Suche nach dem Flow

Mit der ersten Hälfte meines Blogs habe ich versucht, euch die Theorie rund um den Flow etwas näher zu bringen. Nun möchte ich euch mitnehmen auf meine eigene Suche, auf dem Weg zur Ironman 70.3-Weltmeisterschaft im September. Nachdem ich zu Beginn des Jahres im Trainingslager ausführlich an meinen Grundlagen gearbeitet habe, startete ich für dem Mey Post-SV Tübingen in der Landesliga von Baden-Württemberg. Mit gemischten Gefühlen geht es nun in die letzten Wochen vor der Abreise nach Chattanooga. Und auch hier steht noch einiges an – zum Beispiel nächste Woche die Halbdistanz beim Triathlon in Erlangen. In meinen nächsten Beiträgen werde ich ein bisschen genauer über meine unmittelbare Vorbereitung für die Weltmeisterschaft berichten.

 

Text: Florian Teichmann
Foto: privat

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