DTU-Leistungstest: ernüchternde Erkenntnis!

Moritz und Marie Horn, Laura Lindemann und Lasse Lührs (v.l.n.r.) haben ihre EM-Tickets 2017 in der TascheLaura Lindemann, Lasse Lührs und Justus Nieschlag sichern sich beim Leistungstest in Potsdam die Norm zur Teilnahme an den Rennen in der World Triathlon Series und im Weltcup.

 

Jonas Breinlinger, Frederic Funk Jannik Schaufler, Linus Stimmel und Marc Trautmann unterboten die Europacup-Kriterien. Beim Nachwuchs setzten sich Marie und Moritz Horn gegen ihre Konkurrenten durch und sicherten sich die Teilnahme an der Europameisterschaft in Kitzbühel.

Lisa Tertsch und Anabel Knoll haben die Möglichkeit, den Leistungstest innerhalb der nächsten zwei Wochen unter Aufsicht an ihren Studienorten in den USA durchzuführen. Alle anderen Kaderathleten – Anne Haug, Hanna Philippin und Maximilian Schwetz – waren verletzungs-/krankheitsbedingt in Potsdam nicht am Start. Sophia Saller und Lasse Priester unterboten beim Schwimmen zwar die geforderte Norm, traten aber aus gesundheitlichen Gründen beim Laufen nicht an. Alle nicht direkt für internationale Wettkämpfe qualifizierten Athleten haben jetzt die Möglichkeit, sich in den Rennen der ersten Bundesliga für internationale Einsätze zu empfehlen. Die Kriterien hierzu werden in Kürze bekanntgegeben.

Text: Klaus Arendt

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offizielle DTU-Pressemitteilung

Mit souveränen Siegen von Laura Lindemann (Potsdam) und Lasse Lührs (Potsdam/ Alicante) ging am vergangenen Samstag am DTU-Bundesstützpunkt Potsdam die zentrale Leistungsüberprüfung des Verbands zu Ende. Die Olympiateilnehmerin und U23-Triathlon-Weltmeisterin von 2016 setzte sich nach 800 Metern Schwimmen und einem vom Winde verwehten 5.000-Meter-Lauf in einer Gesamtzeit von 27:32,8 Minuten klar gegen Anja Knapp (Dettingen, 28:13,9 Min.) und Ursula Trützschler (Biberach, 28:52,0 Min.) durch. Lührs, 2015 Junioren-Europameister, gewann in der All-Time-Bestzeit von 24:05,2 Minuten vor dem amtierenden DTU Deutschen Meister, Justus Nieschlag (Lehrte, 24:17,8 Min.), und Linus Stimmel (Worms, 24:31,4 Min.). Die B-Kaderathleten Lindemann und Lührs buchten damit auch die beiden ersten von der DTU ausgelobten Tickets für die Heim-EM über die Triathlon-Sprint-Distanz am 24./25. Juni in Düsseldorf.

Im Nachwuchsbereich hatten auf den gleichen Strecken ebenfalls zwei Potsdamer Triathleten die Nase vorn. Bei den jungen Damen siegte die 16-jährige Marie Horn mit neuem Schwimmrekord (9:33,4 Min) und insgesamt 27:55,4 Minuten deutlich vor Julie Jungblut (Potsdam) und Nina Eim (Itzehoe). Horns Bruder Moritz (Potsdam, 24:20,8 Min.) setzte sich beim männlichen DTU-Nachwuchs gegen 25 Konkurrenten durch. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Simon Henseleit (Schongau, 24:46,5 Min.) und Peer Sönksen (Neubrandenburg, 25:08,3 Min.). Marie und Moritz Horn vertreten die DTU damit auch bei den Triathlon-Europameisterschaften der Junioren am 18. Juni in Kitzbühel (Österreich).

DTU-Sportdirektor Jörg Bügner: „Wissen jetzt, wo wir stehen“

Insgesamt 70 Triathletinnen und Triathleten stellten sich der zentralen Leistungsüberprüfung, die eine wichtige Säule im neuen Leistungssportkonzept des Verbands darstellt. Auch aus diesem Grund wurde der bisher nur für den Nachwuchs angewandte Test im Jahr nach den Olympischen Spielen in Rio erstmals auf den U23- und Elitebereich ausgeweitet. „Wir wissen jetzt, wo wir stehen“, stellte der neue DTU-Sportdirektor Dr. Jörg Bügner nach dem Test fest. Der offenbarte vor allem im Schwimmen deutliche Defizite. Hier blieben viele Athletinnen und Athleten hinter den Erwartungen und den vom DTU-Leistungssport festgelegten Normzeiten zurück. Sie verpassten damit zunächst auch die Möglichkeit, sich für internationale Starts in der World Triathlon Series, dem Welt- und Europacup zu qualifizieren. Aus Sicht des Verbands wurden die Normzeiten so angesetzt, um international konkurrenzfähig und in den Wettkämpfen möglichst weit vorn dabei sein zu können. Im U23- und Elitebereich erfüllten die Vorgaben am Ende lediglich acht Athletinnen und Athleten. „Der Grundgedanke unsere neues Konzepts ist, langfristig wieder Siegleistungen zu produzieren“, erläutert Bügner weiter. „Wir möchten Athleten, die bereits in jungen Jahren das siegen lernen und später im Hochleistungsalter die Weltspitze mitbestimmen. Dauerhaft im Mittelfeld der ITU World Triathlon Series Punkte einzusammeln, ist nicht unser Anspruch.“

Internationaler Einstieg weiter möglich

Entgegen anderen öffentlichen Äußerungen bietet die Deutsche Triathlon Union auch Athletinnen und Athleten, die am Samstag – zum Beispiel aus Verletzungsgründen – nicht teilnehmen konnten, die Möglichkeit, sich für internationale Starts zu qualifizieren. Der Einstieg erfolgt dann ab Juni über die Rennen der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga, die in diesem Jahr damit noch ein besonderes Spannungsmoment erhalten.

Foto: DTU/Jo Kleindl

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